Ladenburg

Ladenburg Bauernball begeistert mit der Komödie „Paris, mon amour“ / Auch Wasserturm spielt eine Rolle

Mit Karacho für Karl Meng

Täuschte der Eindruck? Oder hat das Laienspielensemble mit dem heiteren Stück „Paris, mon amour“ beim diesjährigen Bauernball tatsächlich einen kleinen Höhenflug erlebt? Es schien, als ob ein Ruck durch das Team um Regisseurin Evi Liebl gegangen war, als zehn Tage vor der Aufführung in der Lobdengauhalle klar war, dass Karl Meng aus gesundheitlichen Gründen nicht auftreten kann. Auf Schock folgte offenbar Trotz, wie unter dem Motto: Jetzt erst recht mit Karacho für Karl.

„Er ist im Krankenhaus, aber auf dem Weg der Besserung“, berichtete Spielleiterin Liebl dem „MM“-Reporter kurz vor der Premiere und fügte hinzu: „Großes Lob gebührt Jens Müller, der sich Karls tragende Rolle in nur wenigen Tagen draufgeschafft hat.“ Dafür und für sein wuchtiges Spiel hörte der Riesenhafte aus Rittenweier Extrabeifall von rund 350 Zuschauern – und sicher ebenso beim Laienspielnachmittag an Ort und Stelle tags darauf. Auch Anneliese Simons, Natalie Weber, Peter Ullrich, Claudia Schmitt und Stefan Müller zeigten sich in allerbester Spiellaune im schwierigsten aller Bühnengenres: der Komödie. Alle Pointen zündeten und ernteten viele Lacher.

Amüsante Impressionen

Die örtlichen Bearbeiter des fröhlichen Verwechslungsschwanks von Claudia Gysel hatten einiges an lokalen Bezügen eingearbeitet. So durften sich die Seniorenlandwirte Fritz Maas und Paul Wolf als einst „gute Partien“ auf dem Heiratsmarkt feiern lassen. „Nirgendwo stehen die Weihnachtsmarktbuden so lange wie in Ladenburg“, hieß es an anderer Stelle in Kurpfälzer Mundart. Mitten in der frechen Fasnachtszeit spielte freilich auch der Wasserturm eine Rolle: Erst für einen Euro verkauft, dann für 35 000 Euro mit „lauter Krempel“ darin zurück erworben? „Klingt nach Schildbürgerstreich.“

Ganz im Ernst äußerte sich Obmann Steffen Linnenbach eingangs zur Lage der Landwirtschaft: „Wir Bauern wollen unseren Beitrag für mehr Artenschutz und sauberes Grundwasser leisten, aber eine faire Perspektive für die Zukunft wäre uns ebenso wichtig.“ Amüsante Impressionen einer erlebnisreichen Weltreise im „Traumschiff“ steuerten folgende Landfrauen zum Programm bei: Beate Blaeß, Karin und Eva Büttner, Christiane Jäger, Hedwig Jung, Heidi Mattutat, Mira Meng, Katrin Görreßen, Victoria Schiffl, Sabine Schmitt sowie Anette, Milena, Maren und Helene Wolf. Musik: Volker Jäger, Maske: Luise Würthwein und Cara Bettinger, Technik: Team Remark. Das „Ochsen“-Team bewirtete. Einer Tradition folgend gratulierte Claudia Schmitt jüngsten Hochzeitern aus den Reihen der Landwirte, nämlich Jochen und Susanne Maas, Steffen und Nadja Linnenbach sowie Christian und Mira Meng. Zum Tanz spielte erstmals beim Bauernball die erfahrene Band „Schuckeria“ (Schifferstadt) auf. Dass der Erlös der Tombola einem guten Zweck diene, betonte Linnenbach.

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