Ladenburg

Ladenburg An zwei Tagen herrscht großer Andrang beim Adventsmarkt der Martinsschule

Mitarbeit bereitet Schüler auf die Berufswelt vor

Adventsmarkt in der Ladenburger Martinsschule: Im Foyer herrscht an beiden Tagen großer Andrang. Auch Rektor Steffen Funk hat einen großen Beutel mitgebracht, um erste Weihnachtseinkäufe zu machen. Besucherin Martina Gleichmann aus Schriesheim weiß auch, warum: „Dieser Adventsmarkt ist ein Highlight mit Liebe und Schmackes.“ Über diese Aussage freut sich Schulleiter Funk sichtlich: „Unsere Schüler haben sich nämlich riesig auf diese Traditionsveranstaltung gefreut und sind im Höchstmaß eingebunden.“

Regie führt die Berufsschulstufe als Ausrichterin. Von A wie Anmeldung bis Z wie zusammen aufräumen übernehmen die Klassen zehn bis zwölf Mitverantwortung bei der Organisation. „In ihren letzten drei Schuljahren bereiten wir die Jugendlichen auf Beruf, Arbeit und das nachschulische Leben vor“, erklärt die federführende Lehrerin Anke Stone. In den Projektwochen zuvor werden Produkte wie Kränze, Kerzenhalter, Geschenkideen und Gebäck für den Verkauf angefertigt: hauswirtschaftliche und gärtnerische Arbeiten ebenso wie holzhandwerkliche. Doch auch Verpacken, Verkaufsgespräche führen und Kunden bedienen will geübt sein. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, da neben aktuellen und ehemaligen Mitschülern sowie Lehrern und Eltern auch Nachbarn der Martinsschule eingeladen sind.

Praxisbezug ganz wichtig

„Alle Schüler und der Elternbeirat sind mit Beiträgen beteiligt“, erklärt Stone. Auch die 18-jährige Sarah aus der Berufsschulstufe hat nach Kräften Schönes gebastelt. Es bereite ihr Spaß, diese Sachen nun am Verkaufsstand zu präsentieren, bestätigt sie dem „MM“-Reporter.

Sie fühle sich wohl und habe auch schon etwas verkauft. „Der Praxisbezug ist ganz wichtig“, bekräftigt Stone. „Ich bin der Meinung, dass man das unterstützen soll, was die Schüler Tolles auf die Beine stellen“, sagt mit Judith Malcher eine Schülermutter bei ihrem Bummel. Sie weiß: „Hier finde ich immer Kleinigkeiten für Weihnachten.“ Ihr Rundgang führt sie auch zum „Martinsladen“: Das ist eine Schülerfirma, die in Eigenregie Selbstgebasteltes verkauft. Dank einer Kooperation mit dem Heidelberger Partnerschaftscafé wird außerdem fair gehandelter Kaffee aus Nicaragua serviert.

Eine Ladenburgerin hat Stricksocken gestiftet, die ebenso für Umsatz sorgen. „Was wir erwirtschaften, wird reinvestiert, um Kaffeevollautomaten anzuschaffen oder die Schülerband zu unterstützen“, erklärt Konrektor Josef Jatzkowski. Eine weitere Schülerfirma im Haus heißt „Cocktail & Co.“: Ihre Aktivitäten sind auch Besuchern des Garango-Nachmittags zum Sommertagszug und des Neujahrsempfangs der Stadt Ladenburg bekannt. Beim Adventsmarkt sind sie mit einem Weihnachtspunsch vertreten. Außerdem bereiten Schüler Hot Dogs und heiße Waffeln zu. So duftet es auch verführerisch beim Adventsmarkt der Martinsschule. pj

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