Ladenburg

Ladenburg Einige Mitglieder des Tennisclubs sauer wegen später Information zu Baumaßnahmen / Vorsitzender nimmt Kritik an

Murren bei Hauptversammlung

Archivartikel

Ausgerechnet im zehnten Jahr nach der Fusion kann die Vorstandschaft des Tennisclubs Ladenburg (TCL) bis auf Weiteres keinen Kassenbericht vorlegen. Damit sei der zuständige TCL-Mann Gunter Maurath, der nicht anwesend war, „aus beruflichen und privaten Gründen“ nicht rechtzeitig fertig geworden, teilte der Vorsitzende Ralf Große-Wilde bei der TCL-Hauptversammlung im Clubhaus mit. Diese Nachricht steckten die Mitglieder offenbar locker weg. Es wurden keine Zweifel laut, als Große-Wilde ankündigte, dieses Problem bald bei einem außerordentlichen Treffen zu lösen.

Mitglied Günter Bläß bezweifelte jedoch, dass unter diesen Umständen Neuwahlen möglich seien. Große-Wilde, der das Finanzressort vorerst mit abdeckt, sah sich rechtlich auf der sicheren Seite. Dass er am Ende mit nur einer Gegenstimme im Amt bestätigt wurde, schien anfangs noch fast fraglich. Da murrten nämlich drei Mitglieder deutlich. Der Grund: Über einen bereits Mitte März begonnenen Umbau der Anlage wurde im Vorfeld nicht informiert. Zurzeit entsteht ein weiterer Sandplatz für Beachsportarten. Die Tenniswand verschwindet. Aus dem Holzschuppen wird ein Jugendraum.

„Das geht so nicht: Ihr hättet alle Mitglieder vorher einbeziehen müssen, wenn ihr die halbe Anlage umbaut“, sagten Andreas Mehl sowie sinngemäß auch Bettina und Klaus Kalinski. Bekräftigendes Kopfnicken bei weiteren Mitgliedern. Die Maßnahme an sich stellte niemand in Frage. Spielermutter Kirsten Ahrens („Hut ab vor Eurer Initiative“) nahm die Vorstandschaft in Schutz.

„Wir müssen für Nachwuchs attraktiv bleiben, auch vor dem Hintergrund steigender Einwohnerzahlen in den kommenden Jahren“, erklärte Große-Wilde. Dank Sponsoren, Spenden und Förderzuschuss blieben bei einer Investitionssumme von 20 000 Euro lediglich 6000 Euro an dem rund 480 Mitglieder zählenden Verein hängen. „Rechtlich war das machbar, der Verein muss sich weiterentwickeln, rückgängig machen können wir es nicht, und die Kritik nehmen wir an.“ Mit diesen Worten machte sich Wolfgang Hoss nach dem Meinungsaustausch zum Sprecher der Vorstandschaft. Vizechef Dennis Ebs erklärte, man habe handeln wollen, aber im Vorfeld der Entscheidung endlose Diskussionen befürchtet. Große-Wilde räumte einen Kommunikationsfehler ein.

Jubiläum Ende Juli

Sein Bericht enthielt weitere Neuigkeiten: Das 10. Jubiläum wird am 27. Juli (T-Band tritt abends auf) und 28. Juli (ab 11 Uhr Ehrungen und Auftritt Altstadtmusikanten) gefeiert. Jedoch ohne gedruckte Festschrift. Zu den laufenden Kooperationen mit der Tennisschule Pawlik und dem benachbarten TC Grünweiß (seit 2018) kommt eine Partnerschaft mit dem TC Langenargen (Bodensee) hinzu. Platzwart Krystian Michalsky bleibt dem Verein treu. Premiere: Zum 1. September beginnt der TCL-Jugendliche Max Jäger ein Freiwilliges Soziales Jahr bei seinem Verein.

„Lasst uns die nächsten zehn Jahre gestalten“, appellierte Große-Wilde an alle. Über Teams, Termine, Erfolge und Probleme informierten die sportlichen Leiter. Ein Fazit: Dank „Fördertraining“ seien die „Kleinen der U9 und U10 richtig gut“. Etlichen Eltern mangele es jedoch an Engagement. Neu im Vorstand: Andreas Müller (Beisitzer anstelle von Gregor Jochim) und Jan Vierfuß (weiterer Jugendleiter anstelle von Julia Kössler-Ebs). Außer Markus Mohr prüft künftig Neumitglied Alexander Noak die Kasse. Für Karin Hoss (Schriftführerin) und Rüdiger Gertz (Medienbeauftragter), die beide nicht länger zur Verfügung standen, fanden sich keine Nachfolger.