Ladenburg

Ladenburg Räte greifen Idee der Bürger auf

Neuer Platz in Nordstadt?

Archivartikel

Ein „Platz der Menschenrechte“ soll in Ladenburg als Ort der Begegnung und des Austauschs entstehen. Wo und wie diese Idee am besten umzusetzen wäre, ist in der nächsten Zeit erst noch zu ergründen. Damit hat der Gemeinderat jetzt die Stadtverwaltung gemäß der Beschlussvorlage beauftragt. „Wir unterstützen diese Idee gerade in der heutigen Zeit, in der Menschenrechte mit Füßen getreten werden, voll und ganz“, sagte Stadträtin Hanne Zuber (Grüne).

Beispielhaft nannte Zuber fremdenfeindliche Untaten und die Vergiftung des russischen Regimekritikers Alexej Nawalny, aber auch das Anpöbeln von Polizei- und Rettungskräften. Es gelte nun, einen „gut sichtbaren und würdigen Platz für ein Zeichen der Toleranz und Weltoffenheit“ zu finden. „Auch wir begrüßen die bürgerschaftliche Initiative“, erklärte Gerhard Kleinböck (SPD) und stimmte Zuber inhaltlich zu: „Wir brauchen einen vernünftigen Platz, und deshalb schlage ich einen solchen am geplanten grünen Boulevard im neuen Quartier Nordstadt-Kurzgewann vor.“ Günter Bläß (CDU) sagte: „Es ist immer gut, auf Menschenrechte aufmerksam zu machen.“ Gudrun Ruster (Freie Wähler) und Ernst Peters (FDP) sprachen sich ebenso klar dafür aus. Wie diese Redaktion im April berichtete, hatte ursprünglich Bernd Schuhmacher vom Ortsverband des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) die Idee und fand im parteiübergreifenden Aktionsbündnis „Wir gegen Rechts“ Mitstreiter. „Ich bin der Initiative sehr dankbar“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz eingangs der Diskussion im Rat. 

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