Ladenburg

Ladenburg Helfermangel erschwert Vereinsarbeit beim Rad-Sport-Club 2000 / Hauptversammlung

Noch Fragezeichen hinterm Radrennen

„Ich trete 2019 sicher nicht wieder zur Wahl an.“ Dies stellte Dieter Brodehl in der Hauptversammlung des Rad-Sport-Clubs (RSC) 2000 Ladenburg fest und rief alle insgesamt 169 Mitglieder dazu auf, sich angesprochen zu fühlen. Es gilt, bei den Neuwahlen im nächsten Jahr einen Nachfolger für den Chefposten zu übernehmen. Um „Ideen ’rüber zu bringen“ seien vor allem Jüngere aufgerufen. Brodehl will „nicht mit 70“ noch im Amt sein. „Aber es wäre schade, wenn sich niemand fände, der Verein weiterführen würde“, sagte Brodehl im Nebenzimmer des „Würzburger Hofs“ vor weniger als 30 Zuhörern.

Auch Aktionstag wackelt

Doch hatte zuvor eine längere Diskussion wegen des mangelnden Engagements im 2000 gegründeten Verein bei den meisten nur wenig Hoffnung geweckt, dass Brodehls Wunsch auch in Erfüllung gehen wird. Denn wie schon in den Vorjahren stellten sich der Aktionstag „Lebendiger Neckar“, der diesmal am Sonntag, 17. Juni, stattfindet, und das Radrennen um den „Preis der Stadt“ in den Weihergärten, das für Freitag, 10. August, angemeldet ist, als „Knackpunkte“ (Brodehl) dar. Der Vorsitzende schilderte, wie „zäh“ sich auch im vergangenen Jahr die Suche nach Mitwirkenden gestaltet hatte und erklärte: „Wenn wir nach der diesmaligen Umfrage in den nächsten Tagen sehen, dass nicht rechtzeitig genügend Helfer vorhanden sind, dann müssen wir das streichen.“

Somit ist bis auf Weiteres hinter beide Veranstaltungen ein Fragezeichen zu setzen. „Wenn wir beim lebendigen Neckar nicht mitmachen sollten, wird aber möglicherweise ein anderer Verein da unten auf der Neckarwiese stehen“, sagte Brodehl. Und auch seine Stellvertreterin Gudrun Ruster betonte noch einmal, dass man beide Termine bereits anmelden musste.

Vor dem Hintergrund des Kassenberichts durch Schatzmeisterin Tanja Ruster stellte Brodehl fest: „Finanziell sind wir auch dank unserer Sponsoren sehr gut aufgestellt.“ Dies bestätigte Sebastian Lückhoff. Als Kassenprüfer schlug er die Entlastung des gesamten Vorstands vor, die einstimmig erfolgte.

Zuvor blickte Brodehl auf das vergangene Jahr zurück. Das Radrennen sei unverschuldet mit „Pech und Pannen“ einhergegangen und wetterbedingt auch noch teilweise ins Wasser gefallen, doch sei man „mit einem blauen Auge davon gekommen“.

„Durchwachsene Saison“

Der Sportliche Leiter Klaus Liebermann sah auch insgesamt eine „durchwachsene Saison“: Nur sechs Fahrer hätten eine Rennlizenz erworben. Jedoch habe Frank Erk den RSC wieder „hervorragend präsentiert“: Der Speyerer habe sich mit Erfolgen bei den Weltmeisterschaften in Frankreich und durch den Landesmeistertitel im Straßenfahren auf Rang vier der Deutschen Rangliste platziert.

An Stelle des terminlich verhinderten Breitensportwarts führte Brodehl aus, dass die Kommunikation innerhalb der Sparte „nicht so gut geklappt“ habe. „Kummer bereitet mir auch die schwache Teilnahme an den Vereinsausfahrten: Die Luft ist da irgendwie ’raus“, sagte Brodehl und fügte vielsagend hinzu: „Schön wäre es, wenn auch das wieder klappen würde.“