Ladenburg

Ladenburg Open Air-Sportfest des Carl-Benz-Gymnasiums bringt Römerstadion am Schuljahresende beinahe zum Beben

Olivia fliegt den Ferien entgegen

Archivartikel

Zum Schuljahresende hob Olivia ab: Die Zehnjährige schien als geübte Leichtathletin den heißersehnten Ferien geradezu entgegen zu fliegen. Der Sand, in dem sie landete, lag aber nicht am Strand, sondern in der Weitsprunggrube im Römerstadion. Dort fand unter strahlend blauem Himmel das Open Air-Sportfest des Carl-Benz-Gymnasiums (CBG) Ladenburg statt. Auf wirklich allen Plätzen sah man Kinder und Jugendliche springen, werfen, kicken, prellen und pritschen. Sogar Tauziehen stand auf dem Programm der CBG-Fachschaft Sport.

Wer gerade nicht selbst aktiv war, der zeigte als Fan Einsatz beim Anfeuern. Ständig wurde irgendwo gejubelt. „Das fördert den Teamgeist“, erklärte Anabel. „Es macht Spaß und ist bei diesem schönen Wetter auf jeden Fall besser als Unterricht“, sagte Dicle. Die beiden gehörten zur Jahrgangsstufe 1 und machen im kommenden Jahr Abitur.

Klasse 6d gewinnt Fan-Preis

Zusammen hielten sie ein selbst gestaltetes Fanbanner in die Höhe und unterstützten damit die Klasse 6d, die sie das ganze Schuljahr über betreut hatten und die am Ende prompt den Fan-Preis gewann. „Auf geht’s, Jana“, war beim Sprintstart zu hören. Auch dieser wollte geübt sein. Und so galt es zuvor, die Startblöcke richtig aufzustellen. All das gehörte zum Konzept: „Möglichst viele sollen gleichzeitig aktiv sein: die Fünft- bis Zehntklässler auf den Plätzen, die älteren als Mentoren oder im Wettkampfbüro“, erklärte Fachschaftsleiter Christoph Lorenz, der mit seinen Sportlehrerkollegen Vanessa Purps, Matthias Siegler und Alexander Dewald im Römerstadion Regie führte.

Die Premiere des Open Air-Spaßes vor sechs Jahren löste das frühere „Völker-Sportfest“ mit Römern, Alemannen und Galliern als Mannschaften ab. Als Klassenbetreuer wirkten weitere Lehrer mit. Eine besondere Rollen kam Mia Freund zu: Die Kunstlehrerin war als Jurorin des Fan-Preises zuständig und kürte die originellsten oder kreativsten Shirts sowie Plakate. „Alles wurde im Kunst- und Sportunterricht gezielt vorbereitet“, erklärte Lorenz. Der zu seiner aktiven Zeit Fünfte der Deutschen Hallenmeisterschaften über 1500 Meter in der Jugendklasse A hatte eigens ehemalige Pokale umgearbeitet. „Die sehe ich als begehrte Trophäen oft das ganze Schuljahr über in Klassenzimmern stehen“, so Lorenz, der auch den jährlichen CBG-Schülerlauf durch den herbstlichen Waldpark organisiert. Auch im Stadion war er außer den Vereinen für die Hilfe des städtischen Bauhofteams dankbar, das zur Erfrischung eine Felddusche unter freiem Himmel installiert hatte.

Staffellauf zum Abschluss

„Beim Sportfest geht es darum, nicht nur im Wettbewerb zu stehen, sondern auch im Miteinander ein gutes Ergebnis zu erzielen, Spaß zu haben und möglichst viele Disziplinen kennenzulernen“, führte Lorenz aus. Im Mittelpunkt stand natürlich die Frage: Wer wird jeweils Klassenstufensieger? Diesmal waren es am Ende die Klassen 5d, 6e, 7d, 8e, 9c und 10c. Es gab je nach Platzierung Punkte für jedes Turnier. Basketball, Beachvolleyball, Fußball, Kugelstoßen, 50-Meter-Sprint, Völkerball, Weitsprung und Weitwurf.

Als Höhepunkt galt der abschließende Staffellauf: Jeweils acht sprintstarke Läufer einer Klasse trugen das Staffelholz abwechselnd jeweils 50 Meter weit durch die insgesamt 400 Meter lange Runde. Die Anfeuerungsrufe mehrerer hundert Schüler brachten das Stadion beinahe zum Beben. pj