Ladenburg

Ladenburg Dressurturnier im Pferdesportzentrum ebenso hochklassig wie zuvor Springreiten / Für 2020 gleiche Höhepunkte vorgesehen

Olympiasiegerin gewinnt

Archivartikel

„Das ist ein sehr schönes Turnier“, sagt Julia Kühn über die viertägigen Dressurprüfungen in Ladenburg, die bis Sonntag auf der Anlage Im Kirchfeld stattfanden. Und das nur wenige Tage nach dem ebenso hochklassigen Springreiten (wir berichteten). Die Pferdewirtschaftsmeisterin Kühn kann es beurteilen: Sie nahm als Profi aus den Reihen des gastgebenden Pferdesportvereins (PSV) selbst erfolgreich teil. „Aber auch Schüler unseres Ausbildungsstalls in Schwabenheimer Hof finden hier gute Bedingungen vor“, weiß Kühn, deren Mann Nikolaus einen Wettbewerb für Jungpferde gewann.

Zu viele Fehler gemacht

„Wir sind sehr zufrieden“, zieht Kühn nach vielen guten Platzierungen Bilanz. Wie zum Beweis erreichte Kühn-Schülerin Christina Berghaus (Berghausen) Platz vier bei einer S-Klassequalifikation für die Landesmeisterschaft. Und die für den PSV startende Amateurin Silke Schnell trug hierbei sogar den Sieg davon. Beim Grand Prix de Dressage als Höhepunkt auch des diesjährigen Turniers verteidigte die Vorjahrsgewinnerin souverän den Titel: Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin Dorothee Schneider aus dem pfälzischen Framersheim war jedoch nicht hundertprozentig zufrieden: „Ich habe zu viele Fehler gemacht.“ Dennoch gewann sie diese Prüfung, bei der Höchstanforderungen auf internationalem Niveau gestellt werden, mit „Kiss Me“ auf Spitzenniveau vor Sandy Kühnle (Ilshofen), die mit zwei Pferden Zweite und Dritte wurde, sowie Schneider-Schülerin Tamara Rehnig (Dreieich). Madeline Grimmig (RV Mannheim) platzierte sich als Fünfte.

„Bei den Kindern gab es Licht und Schatten“, zieht PSV-Jugendsprecherin Anne Sielski eine durchwachsene Bilanz aus Sicht der Gastgeber. Siegerschleifen holten beispielsweise Emilie Holten, Elena und Rosalie Betz und Mia Gärtner für den PSV. Hervorragende zweite Plätze gab es unter anderem für Marisa Schweickert und Tatjana Lehrian (PSV). „Grundsätzlich ist Harmonie im Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd gefragt“, weiß PSV-Vorstandsmitglied Jan Maltry, worauf es bei Dressurprüfungen aller Leistungsklassen ankommt. „Diese Erfolge freuen mich für jedes aktive Mitglied, und das Engagement, das dies erst ermöglicht, ist einfach großartig“, sagt der stellvertretende PSV-Vorsitzende Andreas Huben voll des Lobes auch für alle Helfer. Vollsten Einsatz zeigten erneut die Teams um Anlagenmanager Michael Lehrian, Technikchef Heiko Bernhard (HIT) und Gastronomieleiterin Christine Menge, die das „Reiterstübchen“ betreibt, sowie die von Maltry mit Nane Werdan geführte Meldestelle.

380 Reiter mit 660 Pferden

Deren Einsatz lohnt sich messbar: „Dass das Turnier in den vergangenen vier Jahren so gewachsen ist, wird von den Reitern sehr gut angenommen und hat große Bedeutung für den Sport in dieser Region“, sagt der Böblinger Horst Eulich, einer der führenden deutschen Dressurrichter. Rund 380 Reiter seien mit 660 Pferden am Start gewesen.

„Wir haben nur Lob gehört und sind sehr zufrieden“, erklärt Turnierleiter Peter Werdan und kündigt an: „Die positive Resonanz auf beide Turniere ermutigt uns, 2020 die gleichen Höhepunkte anzubieten.“ Auch der in Heddesheim wohnende Fotograf Siggi Offen ist ein Fan: „Ich finde diese Veranstaltungen sportlich toll, und gutes Essen gibt es auch noch - eine super Leistung.“