Ladenburg

Ladenburg Gestern endet Dressurturnier mit Glanzlicht / Hirschbergerin Anna-Louisa Fuchs holt wichtigen Sieg / Viel Lob für Ausrichter

Olympiasiegerin gewinnt Grand Prix

Archivartikel

Für Ästheten und Genießer war das, was sich gestern Nachmittag auf der Reitanlage des Pferdesportvereins (PSV) Heidelberg-Ladenburg bot, das erwartete Fest: Die internationale Dressurprüfung um den Ehrenpreis der Stadt Heidelberg und den Geldpreis der Freunde und Gönner des PSV hat einem hochkarätigen Teilnehmerfeld alles abverlangt. Bei strahlendem Juniwetter sahen leider viel zu wenige Zuschauer erstmals eine solche Drei-Sterne-S-Prüfung in der Römerstadt. Doch gelang damit nach dem allseits ebenso gelobten Springreiten am vorvergangenen Wochenende (wir berichteten) auch dem zweiten Teil des 2. Hans-Joachim-Braun-Gedächtnisturniers der Sprung auf ein höheres sportliches Level.

Ein Beweis dafür: Mit Dorothee Schneider holte gestern die Mannschaftsolympiasiegerin von 2016 und Weltranglisten-Siebte aus Framersheim in der Pfalz für den Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb mit „Quadriga´s Don Cismo“ einen Doppelsieg beim Grandprix. Grandios: Manuela Gorski (Birkighöfe Eppelheim) als Dritte. „Es hat Spaß gemacht, und ich komme gerne wieder“, sagte Siegerin Schneider und bedankte sich für die hervorragenden Bedingungen und das fachkundige Publikum von Ladenburg.

Viele starke Teilnehmer

Eine Schülerin Schneiders ist die Hirschbergerin Anna-Louisa Fuchs (RV Mannheim), die zuvor bei einer anspruchsvollen Zwei-Sterne-S-Prüfung auf „Sympathikus“ den ersten Platz belegte. Außerdem dufte das Publikum so starke Teilnehmer wie Rekordlandesmeister Christoph Niemann (Walldorf), Landesmeisterin Bärbel Eppinger, den Pfälzer Erfolgsreiter Marcel Kanz und Tamara Michei aus Luxemburg im Dressurviereck bewundern.

„Das war das I-Tüpfelchen, und meine Bilanz fällt nach erneut reibungslosen vier Tagen mehr als positiv aus“, zog Turnierleiter Peter Werdan Bilanz. Freilich gebe es immer Stellschrauben zum Nachjustieren. In die Siegerlisten trugen sich beispielsweise in verschiedenen Leistungsklassen auch Selin Scheuermann (RV Mannheim), Bettina Wolff, Sigrid Ebert (alle RG Birkenhof Ladenburg/Neuzeilsheim), Emma Hildenbrand (PZRRV Heddesheim) und Lara Louise Schmitt (PSV Heidelberg-Ladenburg) ein.

Preisschleifen für vordere Platzierungen gab es unter anderem für Julia und Nikolaus Kühn, Silke Schnell (alle PSV), Louisa Postillon (RFPZV Dossenheim), Elena Zander, Lola Limbeck (alle RV Mannheim), Ronja Rapp, Svenja Ebert (alle RG Birkenhof Neuzeilsheim-Ladenburg) und Lisanne Schulte (RRV Erbenwiese Heddesheim).

Dieser Auszug aus den Ergebnislisten zeigt: Wir leben in einer Pferdesportregion. Obwohl das Springreiten als publikumswirksamere Disziplin gilt, gingen bei der Dressur mehr Lokalmatadore an den Start: 23 sattelten allein aus den Reihen der Gastgeber.

PSV-Profireiter Nikolaus Kühn weiß warum: „Das ist ein Turnier im Aufwind, das hohe Pferdequalität, gute Reiter und ein weitläufiges Gelände bietet.“ Als stellvertretender Heidelberger Bürgermeister beglückwünschte Alexander Föhr die Sieger ebenso wie die PSV-Verantwortlichen zum hohen Niveau. pj