Ladenburg

Menschen Personalwechsel an Schulen und nach der Kommunalwahl auch im Gemeinderat / Viele haben sich engagiert

Piratenschiff und Pumptrack-Anlage

Archivartikel

Die einen kommen, die anderen gehen: Augenfällig wird das nach der Kommunalwahl im Mai. Acht neue Stadträte ziehen ins Gremium ein, das durch Sophian Habel, Heiko Freund, Tim Ruster und Markus Steigerwald zudem ein ganzes Stück jünger wird. Auch Jennifer Zimmermann kann noch zu den jungen Neu-Gemeinderäten zählen; sie wird zur Fraktionssprecherin der Grünen gewählt.

Auf der anderen Seite bedeutet die Wahl für einige auch Abschiednehmen; Fritz Lüns (FWV) Petra Erl und Herbert Felbek (SPD), Carola Schuhmann und Karl-Martin-Hoffmann (CDU) verpassen den Wiedereinzug ins Gremium. Wobei Letzterer dann wenig später doch wieder seinen Sitz im Rat einnehmen darf: Im Spätjahr rückt Hoffmann nach für Pasquale Saponara, der sich aus Altersgründen zurückzieht.

Hohe Wahlbeteiligung

Zwar gehört der Urnengang in der Römerstadt nicht gerade zu den packendsten Wahlschlachten im Verbreitungsgebiet, doch hebt sich die Wahlbeteiligung mit knapp 70 Prozent doch deutlich ab von der 2014er, als noch nicht einmal 60 Prozent der Ladenburger wählen gingen.

Abschied und Neubeginn kennzeichnen in diesem Jahr auch die Schullandschaft: An der Merian-Realschule wird Edeltrud Ditter-Stolz nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet; ihr Nachfolger ist Stefan Baust, der zuvor sechs Jahre lang stellvertretender Schulleiter war. Auch in der Erich-Kästner-Schule übernimmt eine langjährige Konrektorin das Ruder: Angelika Bindert übernimmt die Amtsgeschäfte von Christina Nawrath, die ebenfalls in den Ruhestand geht.

Und dann gibt es 2019 auch wieder jede Menge Gutes und Schlechtes, das von Einzelnen angestoßen wird. In die Kategorie „Unerfreulich“ fällt nicht nur das Verhalten der vielen Feiernden, die ihren Abfall nach privaten Grillfesten auf der Neckarwiese zurücklassen, sondern auch das derjenigen, die dort Tüten mit Hausmüll entsorgen. Unter die Rubrik Sachbeschädigung fallen dagegen die unzähligen Schmierereien in der Stadt und entlang des Neckars. Ihr Verursacher bleibt nicht unerkannt, vielmehr verrät er sich durch Prahlereien in sozialen Netzwerken schließlich selbst.

Eine Bereicherung ist dagegen das Engagement der Vielen, die sich an Putzaktionen wie „Ladeberg g´hert gekert“ oder den „Tagen der Tat“ beteiligen, öffentliche Anlagen pflegen und sauber halten. Bemerkenswert auch der Einsatz der Spender, die mehr als 21 000 Euro für den Bau der Pumptrack-Anlage aufbringen und den Parcours damit aus eigenen Mitteln finanzieren. Noch tiefer greifen die Eltern im Anne-Frank-Kindergarten in die Tasche: Für den Bau des großen Piratenschiffs und eines neuen Sandkastens kommen 43 000 Euro zusammen.

Engagiert hat sich auch Alba Rosa Ziliani. Die Schülermutter bringt eine Online-Petition auf den Weg: für eine Schulmensa. stk

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