Ladenburg

Ladenburg Stadt will Entwicklung lenken

Planung zu ABB-Flächen

„Maßgebliches Interesse“ der Stadt Ladenburg an der Entwicklung der bald freiwerdenden ABB-Flächen entlang der Wallstadter Straße hat Bürgermeister Stefan Schmutz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekundet. „Wir sehen uns da als wichtigen Ansprechpartner“, betonte Schmutz. Das Unternehme habe aus strategischer Sicht entschieden, den Standort bis 2022 aufzugeben (wir berichteten). Es handele sich allein bei ABB um ein sehr großes Areal im Herzen der Stadt.

„Der Gemeinderat entscheidet über die Entwicklungsperspektiven dieses Gebietes“, betonte Schmutz die kommunale Planungshoheit. So habe man sich entschlossen, den Bebauungsplan „Wohnen und Gewerbe“ auf den Weg zu bringen, der das insgesamt 19 Hektar große Gebiet zwischen Wallstadter, Benz- und Boveristraße umfasse und damit so groß sei wie das Neubaugebiet Nordstadt-Kurzgewann.

SPD für Schienenanbindung

Hintergrund: Der ursprüngliche Bebauungsplan war nach einer Klage des im Gebiet ansässigen Discounters Lidl gerichtlich aufgehoben worden. Östlich der Benzstraße entstehen auf der vormals gültigen Basis bereits Wohnhäuser im Neubaugebiet Matzgarten.

Parallel zum einstimmigen Beschluss, neues Baurecht zu schaffen, erließ der Gemeinderat eine Veränderungssperre mit dem Ziel, Maßnahmen zu verhindern, die Interessen der Stadt entgegenstehen. Die SPD-Fraktion plädierte für ein „Strukturkonzept Weststadt“ als Leitfaden und regte an, die Idee der Schienenanbindung zwischen Mannheim und Ladenburg aufleben zu lassen. 

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