Ladenburg

Ladenburg Bürgermeister fordert klares Turnierkonzept

Polizei rückt zu Integrations-Cup an

Am Ende des am Sonntag ausgetragenen 2. Ladenburger Integrations-Cups ist es nach Angaben der Polizei zu Tumulten zwischen zwei Mannschaften gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten Zuschauer des Turniers gegen 18 Uhr die Ordnungshüter alarmiert, da Streitigkeiten zwischen zwei Mannschaften zu eskalieren drohten.

Während die Zuschauer in der Halle nach Angaben des dort eingesetzten „MM“-Reporters von den Tumulten nichts mitbekamen, ging es im Eingangsbereich offenbar rund. „Insgesamt neun Funkwagenbesatzungen mussten die teilweise auch gegen die Polizei aggressiv auftretenden ’Sportler’ voneinander trennen“, heißt es im Polizeibericht. Eine Gruppe von 20 Personen sei vor die Sporthalle verwiesen worden, wodurch die Lage habe entspannt werden können. Schließlich zogen die Streithähne abgekühlt wieder davon.

Warum es zu den Unstimmigkeiten gekommen war, konnte nach Angaben der Polizei nicht geklärt werden. Nach etwa einer Stunde seien die Polizeibeamten wieder abgezogen. „Zu Straftaten war es nicht gekommen“, heißt es im Polizeibericht abschließend.

Spieler des Teams Erol, das beim Turnier durch unsportliches Verhalten aufgefallen war, waren an den Auseinandersetzungen nach Angaben des Vorsitzenden Mustafa Erol nicht beteiligt. „Wir waren in der Kabine, als die Polizei hereinkam“, sagte er gestern auf Nachfrage.

Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz hat von dem Vorfall erst am Montagvormittag erfahren. „Es ist sehr ärgerlich, dass die gute Idee einer Sportveranstaltung, die das Ziel verfolgt, Integration zwischen Kulturen zu fördern, durch das Fehlverhalten von einigen wenigen Zuschauern in ein falsches Licht gerückt wird“, schrieb er auf Anfrage des „MM“ per E-Mail. Deren Aggressivität und Gewaltbereitschaft untereinander sei zu verurteilen, nicht jedoch die Veranstaltung an sich.

Für Schmutz ist aber auch klar, dass sich solche Szenen nicht wiederholen dürfen. „Eine dritte Auflage des Integrationscups kann es daher nur geben, wenn die Veranstalter darlegen, wie durch ein neuangelegtes Turnierkonzept solche Szenen verhindert werden sollen.“ Von der Qualität des Konzeptes werde es abhängen, ob die Stadtverwaltung die Lobdengauhalle erneut zur Verfügung stellt. hje

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