Ladenburg

Ladenburg Salsa-Band Habana-Café im Waldpark / Initiative plant weitere Glanzlichter

Publikum fühlt sich wie in Kuba

Archivartikel

Der Sommer ist da. Und die Ladenburger Salsa-Formation Habana-Café hat die passenden Klänge dazu: Mit Latinorhythmen begeistern elf Musiker mehr als 100 Besucher im Reinhold-Schulz-Waldpark der Römerstadt. Weil im Glashaus mehr als 40 Grad Temperatur herrschen, stehen Bühne und Sitzbänke auf der benachbarten Wiese am Teich im Schatten von Bäumen. „Es ist so schön“, schwärmt Gabriele Ensink. „Wir genießen es, draußen sitzen zu können“, sagt Ursula Haverkate. Auch Christian Selig genießt die „tolle Atmosphäre“ an diesem Nachmittag.

Da strahlen die Veranstalter von der „Initiative im Waldpark“ freilich ebenso: „Schön, dass Sie dieses Wetter mitgebracht haben“, dankt Sprecher Jeffrey Haigh dem Publikum. Als einer der Programmmacher neben seiner Frau Jenny, Håkan Kallberg und Peter Berg gibt er das Motto des Nachmittags aus: „Ahora vamonos a Cuba – jetzt gehen wir nach Kuba“.

Hymne auf Che Guevara

Die Musiker um den Ladenburger Bandleader Graham Jones am Stehtrommelpaar Timbales lassen sich nicht zweimal bitten. Der aus Mexiko stammende Mambo „Sway“ macht gleich zu Beginn Lust auf einen Mojito. Das Mixgetränk aus Rum, Minze, Limetten und Rohrzucker ist zugunsten der Band zu haben, während der Verkauf von Kaffee und anderen Getränken die Kasse der gastgebenden Initiative aufbessert.

„Jetzt kommt ein Knaller“, sagt Sänger Norbert Schmitt das spanischsprachige Liebeslied „Besame me mucho“ an. Auch die Hymne auf den Revolutionär Che Guevara, „Hasta siempre, comandante“, kommt gut an. Zwar geht es Kuba heute wirtschaftlich schlecht, doch wenn die landestypische Musik erklingt, sind dort alle Sorgen vergessen. „Son, Mambo, Cha-Cha-Cha, Salsa: Ich liebe diese Musik, weil sie so lebendig ist“, sagt Sängerin Silvia Frieß. Ihre Gruppe war 2013 aus der Walldorfer „Band-Connection“ (heute „YourStage“) hervorgegangen, einer Organisation für Bandcoaching.

Als sich deren Cuba-Band auflöste, gelang es Perkussionist Jones einige Mitmusiker für Habana-Café zu gewinnen. Weitere Mitglieder neben den bereits genannten sind Cornelia Bessler (Saxofon), Barbara Klimm (Congas/Timbales), Sabine Ermel (E-Bass), Alfred Borman (Klavier), Johannes Paul (Posaune/Gesang), Wolfgang Heide (Trompete), Olivier Keimel (Gitarre/Tres) und Burkhard Thiele (Bongos).

Ihre Musik begeistert Besucherin Ensink: „Ich habe mir früher schon ausgefallene Sambaplatten gekauft.“ Denn in den 70ern habe sie in Südspanien Brasilianer getroffen. „Ihre ganze Art hat mir gefallen“, erinnert sie sich gerne. „Ich find´s wunderbar gelungen: Die Musik passt perfekt zum Wetter, und ich hätte nicht gedacht, dass es so gut besucht sein würde“, freut sich Hanna Fuchs-Brecht, die Vorsitzende der Initiative im Waldpark. „Das ist super“, zeigt sich ihr Vorgänger Wolfgang Metzger angetan. Es sei für ihn erleichternd, dass frischer Schwung in den Verein zur Förderung sozialer, kultureller und ökologischer Projekte gekommen sei.