Ladenburg

Ladenburg Gemeinderat beschließt Förderantrag zum Ausbau der Astrid-Lindgren-Schule / Voraussichtliche Kosten betragen 1,6 Millionen Euro

Rektor „sehr zufrieden und erfreut“

Archivartikel

Die in den 1960er Jahren erbaute Astrid-Lindgren-Grundschule (ALS) im Ladenburger Stadtteil West ist inzwischen um 231 Quadratmeter zu klein. Das hat das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe der Verwaltung bestätigt. „Es ist schon heute deutlich zu eng“, sagt Schulleiter Andreas Zuschlag. Aufgrund der Neubaugebiete westlich und östlich der Benzstraße sowie auch der „Martinshöfe“ wird die heute bereits eineinhalbzügige ALS zukünftig als stabil zweizügige Schule benötigt. Deshalb soll das in Leichtbauweise errichtete Gebäude im südwestlichen Bereich, wo heute zwei Container als Klassenzimmer dienen, modular um 450 Quadratmeter wachsen.

Dadurch sollen vier weitere Klassenräume, eine Küche und eine Schülerbibliothek entstehen sowie das Lehrerzimmer vergrößert werden, wie Rathausmitarbeiter Götz Speyerer am Mittwoch im Gemeinderat erklärte. Die Pläne hat das Ladenburger Büro Salinger und Partner in Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie in Abstimmung mit Schulleitung und Lehrerschaft erarbeitet.

Fehlfläche von 231 Kubikmeter

Die voraussichtlichen Kosten betragen 1,6 Millionen Euro, die größtenteils an der Stadt hängenbleiben. Denn das Maß für die maximale Förderfähigkeit durch das Land in Höhe von 280 00 Euro ist gemäß der Richtlinien lediglich die amtliche bestätigte Fehlfläche von 231 Kubikmetern. Die Stadträte beschlossen einstimmig, wenigstens diesen Zuschuss zu beantragen.

„Wir sind sehr zufrieden und erfreut“, nahm ALS-Rektor Zuschlag im Anschluss Stellung zu diesem Schritt. Die Maßnahme gewähre einer Schule dieser Größe eine solide Zweizügigkeit an einer Halbtagsschule. Zum Thema Ganztagsschule, das Carola Schuhmann (CDU) und Isabel Sohn-Frank (Bündnis 90/Die Grünen) als wichtig erachteten, sagte Zuschlag klipp und klar: „Ich bin diesem Thema durchaus zugewandt, aber wenn es funktionieren soll, bräuchten wir noch sehr viel mehr Platz als 450 Quadratmeter, nämlich mindestens 750 Quadratmeter.“ Dass man durch die v modulare Bauweise zwar flexibel, aber „im Moment nicht auf diesem Weg“ sei, antwortete Speyerer Stadträtin Sohn-Frank, die wie Schuhmann den Aspekt der Ganztagsschule berücksichtigt wissen wollte.

Alle Fraktionsredner sehen jedoch den „Bedarf für diesen Ausbau“, so Schuhmann. „Die Weitsicht der Verwaltung, 450 Quadratmeter zu bauen“ lobte Petra Erl (SPD), fragte aber, „ob das Land nicht mehr fördern kann“ als 231 Quadratmeter. „Das ist alles mit dem Regierungspräsidium intensiv besprochen“, entgegnete Speyerer und hob die bedeutende Rolle des Schulleiters als Berater hervor. Der Ausbau sei eine „notwendige Maßnahme“ sagte Gudrun Ruster (Freie Wähler). Wolfgang Luppe (FDP) stimmte der Verwaltungsvorlage ebenso zu und regte an, Bundesfördermittel in Betracht zu ziehen. Das angesprochene „Schulsanierungsprogramm“ kommt laut Interseite des Bundesfinanzministeriums aber „ausdrücklich“ nur für finanzschwache Kommunen in Frage. Grundsätzlich sind Schulen Ländersache.