Ladenburg

Ladenburg Athleten beschließen in der Hauptversammlung, Beiträge bis 2028 schrittweise zu erhöhen

Ringer steigen auf, Heber ab

Archivartikel

Ein „bewegtes und arbeitsreiches, aber auch sehr erfolgreiches Jahr“ liege hinter dem Athletik-Sport-Verein (ASV) Ladenburg. Dies schickte Joachim Loose, der Vorsitzende des aktuell 464 Mitglieder zählenden Mehrspartenvereins, seinem Geschäftsbericht voraus. Dass auch die Kasse stimmt, belegte Ute Luczak. Wichtiges Ergebnis der Hauptversammlung im Alten Pumpwerk: Ab 2020 erhöhen sich die Jahresbeiträge alle zwei Jahre maßvoll um jeweils fünf Euro (Familien: zehn), bis 2028 zum Beispiel ein Erwachsener 100 statt bisher 80 Euro bezahlt.

„Wir müssen das tun, weil die Ausgaben ständig steigen und unsere bisherigen Beiträge für die Verpflichtungen des Vereins nicht mehr auskömmlich sind“, begründete Loose diesen Schritt. Grund: Höhere Verbandsgaben, Miete, Gebühren für Dopingkontrollen und Versicherungen. Der einstimmig beschlossene Antrag des Vorstands soll für die nächsten neun Jahre Sicherheit in der Haushaltsplanung gewährleisten. Jedenfalls „bei normaler Kostenentwicklung“, wie auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Fritz Lackner fixiert wurde. „Wir sind dann immer noch der günstigste Verein in Ladenburg“, betonte Loose.

„Deutschlandweit oben“

Auf „eines der erfolgreichsten Jahre für die Ringer“ blickte Herbert Maier zurück. Der Abteilungsleiter ließ sich später zugleich zum neuen Schriftführer wählen. Er entlastet damit die beruflich stärker eingespannte ASV-Geschäftsführerin Deniz Fuller, die in diesem Amt ebenso bestätigt wurde wie André Hartmann als Vizechef. „Dass unser Ringernachwuchs deutschlandweit oben mitmischt und in das Regionalligateam integriert wird, lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken“, kommentierte Loose den Bericht Maiers.

Für die Rasenkraftsportler zog Christian Vetter eine stolze Bilanz. Trotz der vielen Erfolge stellte Loose fest: „Es ist schade, aber diese Disziplin ist am Aussterben.“ Bei den Tauziehern sei die „Personaldecke dünn“, so Reinhold Pilat. So werde man 2019 erneut kein Frauenteam in der Landesliga melden. Man unterstütze die Kaderathletinnen Nicole Durst und Marina Müller weiterhin nach Kräften. Müller leite das Wintertraining und erhalte dabei Tipps von Werner Rapp. „Silber bei Deutschen Meisterschaften hatten wir schon lange nicht mehr“, freute sich Loose über starke Frauen am Seil.

„Höhen und Tiefen“ auch bei den Gewichthebern um Thomas Roß: Die Tage in der 2. Bundesliga seien nach Erfolgen inzwischen verletzungs- und berufsbedingt gezählt. In die Oberliga abzusteigen, sei kein Drama, sagte Loose. Die Sparte sei gut aufgestellt. Für bis zu zehn aktive Jugendheber war 2018 „ein gutes Jahr“ gewesen, so Nachwuchsleiter Lukas Roß.

Senioren brauchen Nachwuchs

Zufrieden zeigten sich ebenso Lisa Nickl (Damengymnastik), Karin Körner (Mutter-Kind-Turnen) und Ehrenmitglied Fritz Sauer (Altenclub). Der Deutsche Jugendmeister im Ringen von 1964 würde sich nur mehr „Nachwuchs“ an Senioren bei den Treffen wünschen.