Ladenburg

Ladenburg Andreas Zuschlag nun auch offiziell neuer Rektor der Astrid-Lindgren-Schule

Ronja, Madita, Pippi und die Brüder Löwenherz gratulieren

Archivartikel

Nachdem Andreas Zuschlag bereits seit Schuljahresbeginn 2017/2018 die Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Ladenburg leitet (wir berichteten), hat ihn Schulrätin Florence Brokowski-Shekete nun offiziell ins Amt eingeführt. „Heute wollen wir ihn ernennen und als Rektor anerkennen“: Ein witziger Liedtext des Schülerchors ließ alle Gäste schmunzeln. Auch Ehefrau, Kinder und Eltern von Zuschlag hörten Beiträge zu Ehren des vormaligen Grund- und Hauptschulpädagogen der Mannheimer Käthe-Kollwitz-Schule, der in Rheinhessen auf dem Land zwischen Worms und Alzey aufgewachsen und seit dem Jahr 2000 Lehrer ist.

Literarische Grüße

„Viel Glück bei allem, was sie so anpacken“, wünsche ihm eine Schülerin als „Madita aus der Krachmacherstraße“. Viele weitere Figuren aus Kinderbüchern von Astrid Lindgren machten Zuschlag ihre Aufwartung. „Auf den Schulnamen bin ich neidisch“, gestand Zuschlags früherer Chef Ulrich Diehl aus Mannheim. Als Lindgren-Fan und Personalrat im Schulamt empfahl er jeweils ein bisschen so zu sein, wie die Helden aus jenen Erzählungen: So wie Pippi Langstrumpf möge Zuschlag „das Unmögliche möglich machen“, schloss Diehl humorvoll ab, wofür es viel Applaus gab. Gelungen auch die Glückwünsche des gesamten Kollegiums, das Zuschlag allerlei Nützliches in eine große Schultüte packte. So gab es unter anderem Brausepulver für eine „prickelnde und anregende Zeit“ an der ALS.

Neben Humor und handwerklichem Geschick bescheinigte ihm Schulrätin Brokowski-Shekete „strukturelle Klarheit, hohe Professionalität und emotionale Zugewandtheit“. Bereits als „hochmotivierter Lehrer“ mit Aufgaben im inklusiven Bereich habe er sich überzeugt davon gezeigt, „dass auch Grundschulkinder in höchstem Maße motivierbar seien, wenn Unterricht ansprechend, anschaulich und sinnstiftend gestaltet“ werde. Als ihn die Arbeit hinter den Kulissen zu reizen begann, habe er Schulleiter Diehl über die Schulter geschaut. Thomas Schneider von der hiesigen Werkrealschule Unterer Neckar sei ihm ebenso ein „wertvoller Berater“ gewesen wie ALS-Vorgängerin Monika Maier eine offene Gesprächspartnerin. Seit September 2017 stehe Zuschlag nun selbst an vorderster Front. Dabei seien ihm Geschick, Kraft, Diplomatie, Freude und Gelassenheit zu wünschen.

Pläne für die Zukunft

Dass die ALS aufgrund der in fünf Jahren um rund 1000 Einwohner wachsenden Stadt vor einer „spannenden Zukunft“ stehe, kündigte Bürgermeister Stefan Schmutz an. Die dann auch „sichtbar steigende Anzahl der Schüler“ gewährleiste die Zweizügigkeit der Schule in der Zukunft. Einen Antrag auf Schulbauförderung stelle die Stadt noch 2018.

Schmutz lud die Schulgemeinschaft schon jetzt dazu ein, sich mit dem Thema Ganztagsschule zu befassen. Elternvertreter Ronald Wind dankte Ex-Rektorin Maier, die die „kleine, aber liebenswerte Schule in bestem Zustand übergeben“ habe. Alle Redner lobten auch die geschäftsführende Schulleiterin Kirsten Lather, die eine längere Übergangszeit mit der Schulgemeinschaft so gemanagt habe, „dass wir in Mannheim ganz beruhigt sein konnten“ (Brokowski-Shekete). Zuschlag dankte dem Kollegium für die Vorbereitung der Feier. Es sei ein „Geschenk an einem solchen Ort die Schulleitung zu bekommen“.