Ladenburg

Ladenburg Schaden durch Vandalismus liegt bei mindestens 10 000 Euro / Schmutz nennt Videoüberwachung unzweckmäßig

Rundklo bleibt wochenlang geschlossen

Nach einem erneuten Fall von Vandalismus bleibt die öffentliche Bedürfnisanstalt am Wasserturm in Ladenburg vorerst geschlossen. Das geht aus einer Antwort von Bürgermeister Stefan Schmutz auf Anfrage der „MM“-Redaktion hervor. Wie bereits berichtet, hatten Unbekannte um den Jahreswechsel in dem Rundklo erheblichen Sachschaden angerichtet.

„Die Toilettenanlage bleibt bis zur Beseitigung des Schadens vollständig geschlossen“, schreibt Schmutz, da sowohl das Herren- als auch das Damen- WC betroffen sind. In beiden Bereichen müssten die Trennwände komplett ausgetauscht werden. Die Lieferung und Montage werde nach Beauftragung zwischen vier und sechs Wochen dauern.

Die genaue Schadenshöhe stehe noch nicht fest. Die Stadt rechnet jedoch mit mindestens 10 000 Euro. Allein für den Austausch der Trennwände liege ein Angebot über rund 8000 Euro vor, für weitere Reparatur- und Wiederbeschaffungsmaßnahmen würden etwa 2000 Euro benötigt.

Seit Inbetriebnahme der Toilette im Jahr 2005 bei der kleinen Landesgartenschau kommt es immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen. Im Schnitt, so schätzt man bei der Stadt, belaufen sich die Schäden an der WC-Anlage auf rund 2000 Euro pro Jahr. Und was unternimmt die Stadt dagegen? „In Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Ladenburg ist eine verstärkte Streifenpräsenz im Bereich Festwiese und Wasserturm vereinbart“, erklärt der Bürgermeister. Darüber hinaus würden alle Beschädigungen zur Anzeige gebracht. Erste Fahndungen hätten bereits zum Erfolg geführt. Die jeweiligen Täter seien zur Rechenschaft gezogen worden.

Eine Videoüberwachung der öffentlichen Toilettenanlage sei aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen sehr schwierig umzusetzen, schreibt Schmutz und ergänzt: „Zudem halten wir eine Videoüberwachung der Toilettenanlage zum jetzigen Zeitpunkt für unverhältnismäßig.“ Entspannung könnte auch eine Nutzung des denkmalgeschützten Wasserturms bringen. „Es ist naheliegend, dass sich eine stärkere Frequentierung des Areales positiv auswirken könnte und die Zahl der Vandalismusschäden in dem Bereich abnehmen würde“, erklärt Schmutz. Die Stadt Ladenburg befinde sich weiterhin in Gesprächen mit dem derzeitigen Eigentümer und möglichen Interessenten. Umstritten ist, ob der Turm auch für Wohnzwecke freigegeben werden soll. Bei einer Onlineabstimmung im Morgenweb halten sich Befürworter und Gegner die Waage.

Info: Onlineabstimmung unter www.morgenweb.de/ladenburg