Ladenburg

Ladenburg Rundstrecke für Radler und Skater steht ab jetzt zwei Wochen lang zur Verfügung / Thema heute im TA

Schafft die Stadt ähnliche Anlage an?

Vorgestern aufgebaut, gestern der Presse vorgestellt und heute Abend um 18 Uhr Thema im Technischen Ausschuss (TA) des Gemeinderats der Römerstadt: Die Rede ist von einer mobilen Pumptrack-Anlage aus Fiberglas. Dabei handelt es sich um eine Trendsportbahn, die sich in dieser Bauweise für Radfahrer, Skateboard, Miniroller, Inlineskates und Laufräder gleichermaßen eignet, Spaß an der Bewegung im Freien zu haben. Der Clou: Nur durch Gewichtsverlagerung wird Geschwindigkeit aufgenommen, was einen ganzheitlichen Trainingseffekt erzielt, wie Sozialpädagogin Angelika Kaindl vom Jugendzentrum „Kiste“ erklärt.

Sie war es auch, die im Namen des „Kiste“-Trägervereins beim Gewinnspiel eines Herstellers teilgenommen und gewonnen hatte. Das Thema sei schon im Herbst 2017 in der Jugendsprechstunde von Bürgermeister Stefan Schmutz aufgekommen. Kaindl, die bei ihrer Tätigkeit auch die Skateranlage mitbetreut, arbeitete sich in das Thema ein. „Ich hatte Glück und die Zusage bekommen“, freut sie sich, dass die Anlage jetzt auch Besuchern des Aktionstags „Lebendiger Neckar“ am kommenden Sonntag zur Verfügung steht. Bis einschließlich Sonntag, 24. Juni, kann die modellhafte Anlage am Skaterplatz hinter dem Römerstadion öffentlich genutzt werden.

„Am kommenden Samstag treffe ich mich um 10.30 Uhr mit Skatern hier an der Minirampe, die der städtische Bauhof kürzlich renoviert hat“, sagt Kaindl bei dieser Gelegenheit und lädt Interessenten ein dazuzustoßen. Was eine mögliche dauerhafte Anlage dieser Art betrifft, so lobte Bürgermeisterstellvertreterin Gudrun Ruster die Initiative von Kaindl im Vorfeld. Am heutigen Mittwochabend um 18 Uhr werde Stadtbaumeister André Rehmsmeier im Sitzungszimmer des Rathauses die TA-Mitglieder über das vorgeschlagene Projekt informieren. So wolle die Stadt mit Spendengeldern ein neues breitsportliches Angebot machen, das ähnlich aussehen könnte wie jene kostenlos zur Verfügung gestellte Bahn. Nach Einschätzung von Ruster ist mit Kosten von 25 000 bis 35 000 Euro zu rechnen. Rehmsmeier war gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Laut Medienberichten entdecken derzeit viele Kommunen Pumptracks als gute Möglichkeit zur Bewegungsförderung. Die etwa ein Meter breite Bahn ist mit Wellen und weiteren Elementen wie Steilwandkurven oder Sprüngen versehen. Die Strecken werden oft auch aus Erde oder Lehm geschaffen. Doch sprechen die Varianten aus harten Oberflächenmaterialien breitere Nutzerkreise an. pj