Ladenburg

Ladenburg Technischer Ausschuss tagt im Rathaus

Scheune als Hülle bleibt erhalten

In der Sitzung des Technischen Ausschusses (TA) behandelten Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz und Stadträte vor allem Bauanträge. Eingangs informierte Schmutz über den am Sonntagabend bevorstehenden Abschluss der wochenlangen Sanierungsarbeiten an zwei Landesstraßen (wir berichteten). "Es war keine leichte Zeit, und ich bin den Ladenburgern dankbar für ihre Geduld", sagte Schmutz. "Ein großes Kompliment" richtete Schmutz an Bauamtsmitarbeiterin Nicole Ernst-Karch für ihre Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktpflege zur Baufirma des Landes.

Seilergasse: Als "besonderes Vorhaben" bezeichnete Bürgermeister Schmutz den geplanten Umbau einer ehemaligen Tabakscheune zum Wohnen und Arbeiten in der Seilergasse. Auf beiden Dachseiten sind zwei übereinander liegende Gaupenbänder geplant. Auf der Südseite sollen außerdem Solarkollektoren für Warmwasser sorgen. Die Scheune werde im Bestand zu einem "Haus im Haus" umgebaut, sodass die Scheune als Hülle erhalten bleibe, erklärte Stadtbaumeister André Rehmsmeier. "Es wird noch einen intensiven Abstimmungsprozess mit der Antragstellerin geben", sagte Rathausmitarbeiter Götz Speyerer vor dem einstimmigen Ja zum Antrag.

Marktplatz: Das Kunststeingebilde des Marienbrunnens aus dem Jahr 1976 ist weiterhin undicht. Wie Rathausmitarbeiter Götz Speyerer auf Anfrage von Max Keller (Grüne) ausführte, drückt austretendes Wasser die Stufen auseinander. Aus Kostengründen sehe man bislang von einem Neubau in Naturstein ab, zumal man mit den bisherigen Maßnahmen "relative Dichtigkeit" erziele. Wallstadter Straße: Die Verkehrsbehörde beim Landratsamt prüft derzeit, ob das Teilstück der Wallstadter Straße zwischen Uhlandstraße (Aral-Tankstelle) und Wasserturm zu einer Zone wird, in der bei Nacht Tempo 30 gilt. Dies bestätigte Stadtbaumeister Rehmsmeier auf Anfrage von Herbert Felbek (SPD).

Breslauer Straße: Keine nachträgliche Genehmigung erteilte das Gremium für eine zu hohe Gabionenwand, auch Mauersteinkorb genannt, in der Breslauer Straße. Laut Bebauungsplan dürfen solche Einfriedungen entlang der Straßen und öffentlichen Plätze inklusive Sockel nur einen Meter hoch sein. Die bereits errichtete Wand ist 2,07 Meter hoch. Die Verwaltung schlug vor, die nachträgliche Befreiung abzulehnen. Auf Nachfrage von Stadtrat Peter Hilger (Freie Wähler) hieß es, dass man den Rückbau der Wand einfordern werde.

Neue Anlage: Der baldige Abriss eines bestehenden Wohnhaus in der Neuen Anlage soll Platz schaffen für den Neubau eines Einfamilienhauses mit einem Stellplatz und einem Fahrrad- bzw. Carport. Unter Auflagen stimmte der TA zu.

Waldpark: Eine so genannte Totholzpyramide ist "für allerlei Insektengetier frei verfügbar", kündigte Bürgermeister Schmutz an. Diesen ökologischen Lebensraum für Wildbienen, Hummeln und Käfer haben Gärtner beim Aufräumen nach Sturmschäden im Reinhold-Schulz-Waldpark aus Baumstämmen errichtet.

Weidenstraße: In einer nicht öffentlichen Sitzung hat der TA beschlossen, nach Abschluss von Bauarbeiten in der Weidenstraße (Stadtteil West) auf die Pflanzung von Bäumen zu verzichten. Dies teilte Bürgermeister Schmutz mit. pj