Ladenburg

Ladenburg „Upcycling“ als Ferienangebot im Jugendzentrum „Kiste“ / Experte Florian Thierolf gibt Tipps

Schlüsselanhänger aus Skateboards

Archivartikel

70 bis 80 Jahre dauert es, bis ein Ahornbaum groß genug ist, um ihn zu fällen und aus dem Holz ein Skateboard zu bauen. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass diese dann nach drei Wochen skaten schon wieder kaputt und unbrauchbar sind. Im ladenburger Jugendzentrum „Kiste“ zeigte Florian „Flo“ Thierolf den sechs Kindern deshalb, was aus den alten Rollbrettern noch alles gemacht werden kann.

„Upcycling“ nennt sich das Konzept, bei dem aus Abfällen neue Produkte gefertigt werden. Bereits zum zweiten Mal bot das Jugendzentrum Kiste in Ladenburg den Workshop als Teil des Sommerferienprogramms an. Helen Gottschall und Dominik Alt, Mitarbeiter des Jugendzentrums und Veranstalter des Projekts, freuen sich über das große Interesse daran. Sieben Schichten Holz werden für ein Skateboard benötigt. Teilweise seien diese eingefärbt, wodurch die Holzplatten ein Streifenmuster erhalten, erklärt Flo. Dann geht es endlich ran an die Arbeit.

Die Schüler wollen Schlüsselanhänger basteln und suchen sich Buchstaben aus, die sie aus dem Skateboard-Holz aussägen möchten. Aufmalen, Löcher bohren, sägen und schmirgeln – Flo zeigt den Kindern, wie es funktioniert. Der Umgang mit der Laubsäge klappt bei allen direkt gut, aber „das geht ganz schön auf die Finger!“, erzählt Theo und schüttelt seine Hand aus.

„Ich kann kein Blut sehen!“, warnt Flo die Schüler vor und plädiert auf besondere Vorsicht bei der Arbeit mit Werkzeugen. Schließlich entstanden so am Donnerstagvormittag viele bunte Anhänger, die alle stolz mit nach Hause genommen wurden – und auch alle Finger haben es unversehrt überstanden. tbi

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