Ladenburg

Ladenburg Mark Völkel übernimmt Führung des Ortsausschusses für Leibesübungen / Investitionen in Römerstadion notwendig

Schmutz: „Das wird ’ne größere Kiste“

Nach rund zweijähriger Suche hat der bislang kommissarisch tätige Fritz Lackner nun einen Kandidaten für die ordentliche Nachfolge gefunden: Mark Völkel ist nach seiner einstimmigen Wahl der neue 1. Vorsitzende des Dachverbands aller Sportvereine, der in Ladenburg immer noch Ortsausschuss für Leibesübungen (OAL) heißt. Beim jüngsten Treffen der Vereinsdelegierten mit Vertretern der Stadt gab es außerdem Informationen zum geplanten Sporthallen-Neubau und zur Zukunft des Römerstadions.

„Ich sehe mich als Mittler, und mein Schwerpunkt liegt in der Kommunikation unter den Vereinen und mit der Verwaltung“, erklärte Völkel. Der 58-jährige Ingenieur und Ehemann der Neustadträtin Ulla Völkel ist seit langem ehrenamtlicher Übungsleiter bei den Alte-Herren-Turnern der Ladenburger Sport-Vereinigung. Er wird nun von Lackner in die OAL-Materie eingearbeitet, nämlich Belegung von Sportstätten und Sportlerehrung. Bei der Hauptversammlung im Februar 2020 will sich Völkel regulär für zwei Jahre im Amt bestätigen lassen und dann ins Geschehen eingreifen. Beifall von Delegierten und Lob von Bürgermeister Stefan Schmutz hörte Lackner für die übergangsweise OAL-Führung seit 2017, nachdem das Chef-Amt verwaist war.

Wie ist der Stand der Dinge beim beschlossenen Hallenneubau? Die nach zwei Gesprächsrunden von der Verwaltung zusammengefassten Wünsche der Schulen und Vereine zu Ausstattung und Größe der Dreifeldsporthalle im Römerstadion will Schmutz noch dieses Jahr im Gemeinderat zur Diskussion stellen. Es sei auch zu entscheiden, welche Variante genau zum Tragen komme, ob parallel oder quer zur Drachenboothalle gebaut werde. Eine EU-weite Ausschreibung soll vorbereitet und 2020 durchgeführt werden. „Im besten Fall“, so Schmutz, könne im kommenden Jahr auch mit dem Bau begonnen werden.

„Ich hoffe, dass uns die Lobdengau-Halle noch so lange die Treue hält“, sagte Schmutz. Lackner hatte zuvor ausgeführt, dass dort Trainings- und Wettkampfbedingungen schwierig seien – von der Decke tropfendes Wasser müsse in Eimern aufgefangen werden. Im Römerstadion sei von drei Plätzen nur einer bespielbar, nämlich der Kunstrasenplatz. Doch das darauf verwendete Granulat gelte inzwischen als umweltschädigend. Schmutz gab Entwarnung: „Der Kunstrasen im Römerstadion ist so abgenutzt, dass wir von einer Neuregelung wahrscheinlich nicht betroffen sein werden.“

Studie als Planungsgrundlage

Gleichwohl müsse der Kunstrasen innerhalb von fünf Jahren ersetzt werden, führte Schmutz weiter aus. Deshalb habe der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Es sei zu klären, wie das Römerstadion in Zukunft genutzt werden soll. Wie ein Fachgutachten bereits ergeben habe, sei der Hauptrasenplatz leider nicht zu sanieren, sondern müsse grundständig samt Tartanbahn erneuert werden. „Das wird ’ne größere Kiste.“ Schmutz zeigte sich zuversichtlich, dass der Rasenplatz Ost gerettet und bald wieder für Training und Jugendspiele genutzt werden könne. Für den dritten „Tag der Tat“ im Römerstadion am Samstag, 16. November, hofft Schmutz auf möglichst viele Helfer.

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