Ladenburg

Ladenburg CBG dank Förderverein erneut bei UN-Planspiel in Den Haag vertreten / Debattieren wie Diplomaten im World Forum

Schüler agieren als Diplomaten

Fünf Schüler des Carl-Benz-Gymnasiums (CBG) Ladenburg haben diesmal an der internationalen Planspielkonferenz im niederländischen Den Haag teilgenommen. Zehntklässlerin Nayla Zafer sowie Tim Schieber, Benedict Schnitzler, Maxime Fritzsch und Luca Berlinghof aus der Jahrgangsstufe 1 vertraten zusammen mit zwei Jugendlichen vom Geschwister-Scholl-Gymnasiasium (GSG) aus Mannheim-Vogelstang knapp eine Woche lang die Karibikinsel Barbados.

Insgesamt tagten wieder rund 3000 Schüler aus aller Welt im „World Forum Convention Center“ beinahe so, als wären sie Experten der Vereinten Nationen, die auf Englisch United Nations (UN) heißen und der Veranstaltung den Titel Model United Nations (MUN) gibt.

Englisch ist Konferenzsprache

Für Berlinghof, den jugendlichen Botschafter der Schülerabordnung aus dieser Region, stand am Ende fest: „Eine solche Veranstaltung widerspricht völlig dem Vorurteil einer politisch nicht engagierten, ständig auf das Smartphone schauenden Generation verwöhnter Jugendlicher, und bewirkt den Eindruck einer engagierten Generation, die freitags für Klima und Umwelt auf die Straßen geht, politisch mitwirkt und die Zukunft, in der sie selbst leben mitentscheidet.“ Berlinghof hielt ebenso wie Fritzsch und Moritz Siedler (GSG) in seinem Fachausschuss vor hunderten von Delegierten eine Eröffnungsrede („Opening Speech“) in der Konferenzsprache Englisch.

Das übergreifende Thema lautete „Work in a Globalised World - Promoting Jobs, Protecting People“, also „Arbeiten in einer globalisierten Welt – Jobs fördern, Menschen beschützen“. Vor Ort debattierten die Schüler aus den unterschiedlichsten Perspektiven mit dem Ziel, Chancen sowie Lösungen für Fehlentwicklungen aufzeigen. „Die Gruppe hat sich seit Schuljahresbeginn in der Debatten-AG intensiv vorbereitet“, erklärt CBG-Lehrer Thorsten Wild. In den Komitees ging es um Resolutionen zu aktuellen Fragen unserer Zeit wie Flüchtlingskrisen, Plastikmüll und die Gefahr der digitalen Manipulation von Demokratien. „Das verschwindet keineswegs alles in der Schublade, sondern dient bisweilen den Vereinten Nationen als Denkanstoß oder Arbeitsgrundlage“, teilt Wild mit. Er würdigte die Unterstützung durch den Förderverein, welche die Kosten für die CBG-Schüler in Grenzen hielt. War 2018 König Willem-Alexander zu Besuch, nahm diesmal seine älteste Tochter, Kronprinzessin Amalia, als Schülerin an der Konferenz teil. CBG-Schüler Schieber diskutierte sogar mit ihr, ohne zu wissen, wer neben ihm saß. „Sie ist ja auch nur ein ganz normaler Mensch“, befand er später. Insgesamt stimmte ihn die Konferenz „viel optimistischer betreffend der Zukunft unseres Planeten“ als bislang. Nayla Zafer wurde klar, „was es wirklich bedeutet, ein Teil der Welt zu sein“. Auch Schnitzler kann eine Teilnahme nur empfehlen, weil „nicht nur Lösungen für dringende Probleme wurden gefunden, sondern man jede Menge neue Leute kennen lernte“.

Fasziniert von der Internationalität der Konferenz zeigte sich Fritzsch, dabei war er anfangs noch skeptisch. Doch „merkte ich schnell, wie interessant und spaßig das Ganze werden sollte“.