Ladenburg

Ladenburg/Ilvesheim VHS erwirtschaftet Überschuss / Mehrtagesfahrten und Seniorentreff entfallen künftig

Seit 100 Jahren Wissen und Bildung

Archivartikel

Das gute Ergebnis der Volkshochschule (VHS) Ladenburg-Ilvesheim im Jahr 2018 sei „anderem auch dem Zuschuss des VHS-Landes zu verdanken“, sagte Geschäftsführerin Melanie Dommel bei der Hauptversammlung im Alten Rathaus. Um sich diese Finanzspritze in Höhe von 34 525 Euro weiterhin zu sichern, durchlaufe ihr Haus gemeinsam mit umliegenden Einrichtungen derzeit das Programm „VHS 2022“. Es handele sich dabei um ein Verfahren des Qualitätsmanagements von Organisationsabläufen, das am Ende zertifiziert werde.

Darüber und auch zur laufenden Kooperation mit VHS-Einrichtungen in benachbarten Kommunen wollen Dommel und ihr Team bei der deutschlandweiten „Langen Nacht der Volkshochschulen“ am Freitag, 20. September, ab 17.30 Uhr informieren. „Wir beteiligen uns daran ebenso wie bundesweit insgesamt rund 900 Einrichtungen und rund 3000 Außenstelle wie unser Büro in Ilvesheim“, teilte Dommel mit. Hintergrund sei das Jubiläum der Institution VHS: Vor 100 Jahren sei der Grundstein dazu gelegt worden. 1919 habe die Volksbildung einen Platz in der Weimarer Verfassung bekommen, und zwar als Auftrag für alle Regierungsebenen, weil man der Erwachsenenbildung hohe Bedeutung für eine funktionierende Demokratie beigemessen habe, so Dommel. Zur Feier von „100 Jahre Wissen teilen“ präsentiere die vor 53 Jahren in Ladenburg gegründete VHS an diesem Abend gebührenfreie Kostproben aus ihrem vielfältigen Angebot.

„Wir haben auch 2018 wieder ein attraktives, hochwertiges und ansprechendes Programm durchführen können, welches in beiden Gemeinden gut angenommen wurde“, zog Dommel Bilanz. Eine besondere Veranstaltung sei die Aufführung „Das Tagebuch der Anne Frank“ zum 40. Jubiläum der VHS-Gruppe Theaterinitiative Ladenburg (TiL) gewesen. Mit 584 verkauften Karten sei es sehr gut angenommen worden. Dommel dankte allen Unterstützern der TiL, die an einer neuen Inszenierung arbeite, und dem ehrenamtlichen Trägerverein des Jugendzentrums „Kiste“ für den Aufführungsort Pflastermühle.

Seniorentreff aufgelöst

Dank Werner Molitor und Uta Blänsdorf-Zahner sei die England-Exkursion ein „voller Erfolg“ gewesen. „Leider werden wir künftig keine mehrtägigen Fahrten mehr anbieten können, da sich im Reiserecht gravierende Änderungen ergeben haben, welche mit hohen Kosten und Risiken für den Veranstalter verbunden sind“, erklärte Dommel. Dies empfehle auch der Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Davon unbetroffen: Die beliebten Tagesfahrten von Ruth und Peter Hilger, die 2018 ebenfalls „sehr gut besucht waren“. Jedoch gehört der Seniorentreff, der 2018 noch mit 33 Veranstaltungen durchgeführt werden konnte, der Vergangenheit an: Die Besucherzahl habe sich zu stark reduziert.

Im Finanzbericht für 2018 bezifferte Dommel den Zuschuss der Stadt Ladenburg mit 50 593 Euro. Die Gemeinde Ilvesheim beteiligte sich nach dem Anteil der dortigen Unterrichtseinheiten mit insgesamt 4568 Euro an den ungedeckten Kosten. Mit einem Überschuss von insgesamt 11 980 Euro wurde das Geschäftsjahr abgeschlossen. Die Minijob-Stellen der beiden langjährigen Mitarbeiterinnen Bauder und Thome wurden nach deren Eintritt in den Ruhestand zu einer Halbtagsstelle zusammengefasst. pj