Ladenburg

Ladenburg Förderverein der Martinsschule half im vergangenen Jahr mit rund 26 400 Euro / Auch bei Schulfest zum 40. Jubiläum aktiv

Seit Gründung 1,3 Millionen Euro besorgt

Archivartikel

Die 1978 in Ladenburg eröffnete Martinsschule für Körperbehinderte feiert dieses Jahr Geburtstag. Deshalb steht das Schulfest am Samstagnachmittag, 16. Juni, unter dem Motto „40 bewegte Jahre“. Dass sich auch der Schulförderverein daran beteiligt, ist für dessen Vorsitzenden Kurt Gredel keine Frage. Aber auch, wie hilfreich das Wirken der Unterstützer insgesamt ist, zeigte sich bei der jüngsten Hauptversammlung im Lehrerzimmer. Eingangs freute sich Ex-Rektor Gredel sehr, seinen Nachfolger Steffen Funk als frisch gebackenes Mitglied begrüßen zu dürfen.

„Mit nunmehr also 251 Mitgliedern sind wir ein starker Verein“, sagte Gredel. Allein im vergangenen Jahr unterstützten die Förderer verschiedene Projekte mit rund 26 400 Euro. Gredels Stellvertreterin Sonja Hedderich-Fenske nannte Spender und stellte herausragende Zwecke vor. So konnten beispielsweise acht Kinder auf einen Therapiehof der Tabalgua-Stuftung reisen. Der Arbeitskreis „Mitten im Leben“ erhielt rund 1000 Euro, damit an der Schule angemessen Trauerarbeit geleistet werden kann. Ein Schwerpunkt der Förderung: die Unterstützte Kommunikation. Seit der Vereinsgründung 1981 beläuft sich die Gesamtfördersumme auf über 1,3 Millionen Euro. Diese Zahl und die fachliche Arbeit beeindruckten auch den Behindertenbeauftragten von Porsche, der mit Betriebsräten das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum besucht hatte.

Was den Aktiven derzeit große Sorgen bereitet, ist nach Auskunft von Gredel eine vor allem „im politischen Raum entstehende Diskussion“ darüber, ob schwerstmehrfachbehinderte Schüler mit erheblichem Pflegebedarf überhaupt in eine Schule gehen sollten. „Den Begriff ,bildungsunfähig’, der noch vor 30 Jahre im Landesschulgesetz stand und den Eltern erfolgreich bekämpft haben, darf es nicht mehr geben“, nahm Gredel entschieden Stellung. Der Wert einer Gesellschaft dürfe sich nicht ausschließlich aus dem Bruttosozialprodukt definieren.

Ziel: Schulhöfe verbessern

Am Kassenbericht von Schatzmeister Josef Jatzkowski, einem der beiden Konrektoren, gab es „nichts zu beanstanden“, wie Martina Kramer als Rechnungsprüferin neben Elternbeirat Stefan Stötzel feststellte. Auch der gesamte Vorstand wurde entlastet. „Wir danken sehr für die geleistete Arbeit“, erklärte Kramer.

Auch Schulleiter Funke würdigte „das große Engagement und die tolle Arbeit“. Er unterrichtete über Glanzlichter wie die Konzertlesung „Samuel & Samuel“, das von Konrektorin Kerstin Möhle eingeführte Kinästhetik-Konzept des Bewegungsempfindens und aktuelle Vorhaben. So sollen die Schulhöfe „nutzbarer und bespielbarer“ werden. Es gilt jetzt, den federführenden Schulträger Rhein-Neckar-Kreis dafür zu gewinnen und rund 80 000 Euro zu beschaffen.

Alle genannten Amtsträger sowie Schriftführerin Marianne Heim und die Beisitzer Jürgen Vosloh, Norbert Ponelis und Eberhard Herzog von Württemberg wurden wiedergewählt. pj