Ladenburg

Ladenburg Jahreshauptversammlung des BdS / Gutschein „Ladenburger Römer“ soll Umsatz ankurbeln

Selbstständige beklagen Parksituation in der Stadt

Die Hauptversammlung des Ladenburger Bundes der Selbstständigen (BdS) im Würzburger Hof eröffnete der Vorsitzende Christoph Ehry mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr und einem Ausblick auf das Programm 2019. Der Vorsitzende erinnerte die anwesenden Mitglieder an die Stiftung von 20 Weihnachtsbäume für die Ladenburger Innenstadt. Eine Aktion, die in Ladenburg gut ankam; habe die Stadt im winterlichen Dunkel freundlicher als sonst gewirkt.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Einführung des Ladenburger Römers. Ähnlich dem früheren Ladenburger Taler solle der Römer einen Gutschein darstellen, der sowohl bei der Stadt als auch in einigen Geschäften erworben werden könne. Die Organisation läge bei der Stadt, die Klärung der Abrechnung werde noch besprochen. Die Vorbereitungen seien auf einem guten Weg. Peter Gassert, der Vorsitzende des Kreisverbandes Rhein-Neckar des BdS, führte in seinem Bereich ein vergleichbares Produkt ein und berichtete von guten Erfahrungen aus Gemeinden im Kreis. Gassert machte zusätzlich Mut: Durch den Taler könne zwischen der Kommune und den Gewerbetreibenden eine starke Gemeinschaft heranwachsen.

Darauf hoffe auch Ehry, der eine gemeinsame Zielsetzung und Umsetzung des Römers innerhalb der nächsten fünf Jahre anstrebe. In diese Richtung gingen auch die Erwartungen von Claudia Döhner, die seit Anfang des Jahres in Ladenburg für das Stadtmarketing verantwortlich zeichnet – sie baut auf eine Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Renate Henseler-Sohn, 2. Vors. der Abteilung Handel, wünscht sich die Rückkehr zum Runden Tisch und freue sich auf ein Miteinander, aber auch über weniger Leerstände in der Altstadt. Zudem habe sie ein deutliches Mehr an Besuchern in der Altstadt registriert, was zwar dem guten Wetter des vergangenen Jahres zugeschrieben werden könne, aber auch die Lukrativität Ladenburgs zeige.

Auch Henseler-Sohn unterstütze das Projekt Römer. Positiv sehe sie außerdem die Entwicklung durch die WoMo-Stellplätze: Viele Wohnmobilisten konsumierten in der Stadt und machten bei anderen Werbung für den Stellplatz und das Städtchen. Ihr Wunsche sei es, dass Händler und Gemeinde zudem weiterhin an Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten. Christian Vögele (2. Vors. Bereich Handwerk) berichtete, dass die Handwerker zurzeit gut ausgelastet seien.

Die Mitglieder regten an, mehr Parkplätze einzurichten und Parkscheiben durch Parkautomaten zu ersetzen. Damit könne der Besucher selbst entscheiden, wie lange er in Ladenburg verweilen möchte. Die aktuelle Parkscheiben-Nutzung begrenze den Aufenthalt auf max. eine oder zwei Stunden und bringe viele Besucher damit in zeitliche Bedrängnis. Die Mitglieder schlugen zudem vor, mehr Fahrradparkplätze anzubieten – viele berichteten von zugestellten Hauseingängen. Mehrmals sprachen die Mitglieder des BdS an, dass ihnen die Kontrolle der Parkzeiten und Ticketierung falschen Parkens willkürlich erscheine. Kontrolliert und aufgeschrieben werde, wenn es besonders lukrativ sei. Abends sehe man die städtischen Bediensteten eher selten.