Ladenburg

Ladenburg Ordnungsamt zieht positive Zwischenbilanz der erweiterten Außenbewirtung und Verkehrsberuhigung / Keine Anwohnerbeschwerden bei Verwaltung

Sieben Wirte nutzen das Angebot im Freien

Archivartikel

Nach den ersten beiden Wochenenden mit mehr Außenbewirtungsfläche für die Gastronomie hat die Ladenburger Stadtverwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitztung einen Zwischenbericht abgegeben. Bei insgesamt 13 Interessenten seien sieben Anträge nach Absprache mit Bauamt und Feuerwehr genehmigt worden, sagte Rüdiger Wolf, der Leiter des Ordnungsamtes der Stadt. Zwei Gastronomen seien von der ursprünglichen Planung abgesprungen, vier weitere hätten keinen Antrag gestellt.

Für die Maßnahmen seien zwei Parkplätze im Bereich des Weinladens in der Hauptstraße weggefallen. Dort gebe es derzeit insgesamt 52 Stellflächen für Pkw. „Alle anderen Erweiterungen erfolgten auf dem Gehweg oder im Privatbereich ohne Wegfall von weiterem Parkraum“, so Wolf. Bis zum 30. September habe das Landratsamt auch die Genehmigung erteilt, bereits ab Freitag, 19.30 Uhr für eine gewisse Verkehrsberuhigung zu sorgen, indem die Hauptzufahrten der Hauptstraße gesperrt werden.

Bis zum Sitzungstermin hätten die Stadtverwaltung keine Nachrichten von Gewerbetreibenden erreicht. „Ebenso liegen dem Ordnungsamt keine Anwohnerbeschwerden vor“, wie Wolf festhielt. Bis jeweils Montagsmorgens seien alle Einbauten wieder entfernt worden. Auch die Verkehrsberuhigung habe Wirkung gezeigt, wovon sich Wolf ebenso überzeugt habe. Sein Fazit: „Der Autoverkehr spielt in der Altstadt abends keine große Rolle.“ Von 19 bis 21 habe er an den beiden Wochenende ab 3. Juli einen hohen Fußgänger- und Radfahrverkehr festgestellt. Danach seien bis 21.30 immer weniger Fußgänger unterwegs.

Schilder zeigen Wirkung

„Die Außenbewirtschaftungen sind überwiegend abends ab 21 Uhr voll besetzt“, lautete ein weiteres Ergebnis Wolfs. Sieben Falschparker seien verwarnt worden. Zusätzlich habe der Gemeindevollzugsdienst das Parkverhalten von Wohnmobilen kontrolliert, das zuletzt im Rat auf Kritik gestoßen sei. Es sei festzuhalten, dass Schilder mit Hinweisen auf Parkverbote und Kontrollen offenbar Wirkung zeigten. Obendrein habe sein Team die Einhaltung der Corona-Verordnung mitsamt Dokumentationspflicht in Lokalen begutachtet. Es erscheine wichtig, alles nochmals zu erläutern, weshalb man die Betreiber anschreiben werde.

Dass manche Wirte bereits ab 12 Uhr die Außenbewirtung erweitern würden, kritisierte Karl Meng (CDU). Max Keller (Grüne) regte an, auf Anwohner zuzugehen, wenn die Verwaltung Genehmigungen erteile. Bei den Stadträten sei nämlich sehr wohl etwas an Beschwerden angekommen. „Lassen Sie uns mit den Leuten reden“, sagte auch Gerhard Kleinböck (SPD), denn viele wohnten seit einer Zeit in der Altstadt, als dort die gastronomische Situation noch eine ganz andere gewesen sei.

„Anwohner und Selbstständige wenden sich an uns“, erklärte Gudrun Ruster (Freie Wähler) ebenso. Im Gegensatz zu Wolf sei sie der Auffassung, dass der Einzelhandel Einbußen verzeichne. Dagegen hat Günter Bläß (CDU) „keine größeren Einwände vernommen“. Bürgermeister Stefan Schmutz forderte alle Betroffenen auf, für die Abschussbilanz im Herbst „in Echtzeit Rückmeldung an die Verwaltung zu geben“.

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