Ladenburg

Ladenburg Ensemble "Stehgreif & Guck" macht mit Impro-Krimi Lust auf 11. "Fight Night" am 2. Dezember

Spannendes Schauspiel spontan und auf Zuruf

Eine weitere höchst vergnügliche Vorstellung hat die Improvisationstheater-Gruppe "Stehgreif & Guck" mit ihrem jüngsten "Impro-Krimi" abgeliefert. Die von vielen Lachern begleitete Vorstellung im Kleinen Raum des Ladenburger Jugend- und Kulturzentrums "Kiste" machte den begeisterten Besuchern sicher große Lust auf die 11. "Fight Night" um den "Goldenen Klumpen" als Trophäe, die am Samstag, 2. Dezember, um 19.30 Uhr an Ort und Stelle stattfindet. Dass es sich lohnen könnte, dafür Karten reservieren zu lassen, darauf wies die mitwirkende Künstlerin Lerato Ganter hin. "Wir sind zufrieden", strahlte Ingo, der Mann an der Kasse, der auch fürs Licht zuständig war, angesichts von knapp 30 Zuschauern. Vielen Gästen fiel trotz immer noch ausstehender Arbeiten angenehm auf, wie hell und freundlich die komplett umgebauten Toilettenräume wirken.

Weitgehend zufrieden zeigte sich auch Rainer Döhring, der als Chef des "Kiste"-Trägervereins an diesem Abend zusammen mit Thorsten Scharbert und Niki Kuhn den Thekendienst übernommen hatte. Doch zurück zur Aufführung der sechs Darsteller, die bei diesem nicht ganz leichten Krimi-Format auf eines ihrer erfahrensten Mitglieder verzichten mussten: Christoph Balmert war als junger Vater anderweitig verpflichtet.

So lag es zunächst an den Routiniers Ganter und Sarah Söhle, das Publikum aufzuwärmen. Und dieses ließ sich gutgelaunt darauf ein, für "Input" wie Namen und nähere Umstände zu sorgen. Denn alles, was auf der Bühne passierte, geschah spontan und auf Zuruf durch die Zuschauer. Freilich werden gewisse Improvisationstechniken vor Auftritten trainiert. Doch insgesamt bedeutete auch dieser Auftritt für die Akteure ein Sprung ins kalte Wasser. Auf "5-4-3-2-1-los" ging es los, denn auch einen Vorhang suchte man vergeblich. Ohne Netz und doppelten Boden entwickelte das sechsköpfige Ensemble aus dem Stegreif nicht nur die handelnden Figuren, sondern auch eine haarsträubende, aber letztlich dennoch erstaunlich plausible, Kriminalgeschichte. Dabei rekonstruierte man mit zeitlichen Rückblenden den Tathergang. Absurde Situationskomik gehörte dazu wie der Trenchcoat zum ebenso kauzigen wie erfolgreichen Ermittler. Den das Stegreifspiel andeutenden Ensemblename erklärt die Gruppe dem staunenden Publikum übrigens so: "Wir stehen, (er) greifen und ihr guckt!". pj