Ladenburg

Ladenburg Kritik an Ausbesserung der Halfpipe / Pumptrack-Bahn soll noch dieses Jahr kommen

Stadt hält Skater-Rampe für „durchweg befahrbar“

Beim Ferienspiel in Regie des städtischen Jugendzentrums im Ladenburger Skaterpark hat der Vater einer Teilnehmerin den „MM“-Reporter auf Mängel an der Halfpipe-Rampe aufmerksam gemacht. „Die Rampe an sich ist super, aber die Renovierungsarbeiten sind im vergangenen Jahr mangelhaft ausgeführt worden“, sagt der Seckenheimer Pascal Gruber beim Termin vor Ort.

Er kritisiert, dass an einigen Stellen herausstehende Kanten von schief einbohrten Schraubenköpfen die Verletzungsgefahr erhöhen würden. Die Unebenheiten sind tatsächlich zu sehen und beim Darüberfahren mit der Handinnenseite deutlich zu spüren.

Gruber gehört zu einer Gruppe von erfahrenen Skateboardern, die die Anlage mitkonzipiert und im Vorfeld der jüngsten Ausbesserung ihren Sachverstand angeboten hatte. „Darauf wurde nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister nicht weiter eingegangen“, bedauert Gruber. Er entferne auch öfter Unrat wie Scherben von der Anlage hinter dem Römerstadion.

1500 Euro Spenden gesammelt

Der Ladenburger Jugendgemeinderat (JGR) hatte sich für die für Instandsetzung und Erneuerung der Rahmenkonstruktion eingesetzt und 1500 Euro an Spenden dafür gesammelt. Insgesamt beliefen sich die Kosten nach Angaben der Stadtverwaltung auf rund 10 000 Euro.

„Der Wunsch nach einer optimierten Verschraubung ist uns bekannt“, nahm Nicole Hoffmann seitens der Stadt Stellung. Die persönliche Referentin von Bürgermeister Stefan Schmutz teilte weiter mit, dass dies jedoch „nicht ohne weiteres und nur mit sehr hohem Aufwand“ umsetzbar sei.

Denn aufgrund der Unterkonstruktion und den bereits gebohrten Belagsplatten sei dies nur durch eine Neuverlegung der Platten und eine vollständig neue Verschraubung möglich.

„Nach unserem Kenntnisstand“, erklärte Hoffmann schriftlich, „ist die Rampe nach der Instandsetzung im vergangenen Jahr durchweg befahrbar.“ Weil sich die bislang zuständige Mitarbeiterin derzeit in Mutterschutz befinde, sei der Kontakt zur lokalen Skater-Szene ins Stocken geraten, ebenso wie die Weiterentwicklung des Skateparks.

Mit der neuen „Kiste“-Vollzeitkraft Dominik Alt gebe es nun aber wieder einen Ansprechpartner. „Das Ziel bleibt, den Skatepark gemeinsam mit den Nutzern Schritt für Schritt zu erneuern“, kündigte Hoffmann an.

Auf Nachfrage teilte sie außerdem mit, dass die endgültige Auftragsvergabe für die auf dem Areal geplante Pumptrack-Anlage am Mittwoch, 11. September, im Technischen Ausschuss des Gemeinderats beschlossen werden soll. Auch für dieses Projekt hatte sich der JGR stark gemacht und in beträchtlicher Höhe Spenden gesammelt.

Dabei handelt es sich um eine Trendsportbahn, die sich in dieser Bauweise für Radfahrer, Skateboards, Miniroller, Inlineskates und Laufräder gleichermaßen eignet, Spaß an der Bewegung im Freien zu haben. Im Juni 2018 hatte der TA grünes Licht dafür gegeben. „Wir hoffen, dass die Pumptrack-Anlage noch dieses Jahr fertiggestellt werden kann“, so Hoffmann.

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