Ladenburg

Ladenburg Nur wenige kleine Grundstücke in kommunaler Hand

Stadt kann private Häuslebauer in der Nordstadt kaum bedienen

Archivartikel

Erdarbeiten laufen seit Monaten, jetzt geht es auch an die Neuordnung der Grundstücke im Ladenburger Baugebiet Nordstadt-Kurzgewann. Nachdem der Bebauungsplan als Satzung beschlossen und der Umlegungsplan aufgestellt ist, rückt die Vergabe der städtischen Grundstücke näher.

Die Stadt Ladenburg wird durch die Umlegung nach eigenen Angaben zum größten Eigentümer im Neubaugebiet. Von den insgesamt fast 79 000 Quadratmetern Nettowohnbauland gehören 40 800 Quadratmeter der Stadt oder einer ihrer Stiftungen.

130 bis 550 Quadratmeter

Private Häuslebauer haben allerdings kaum Chancen auf einen Bauplatz von der Stadt. „Der Anteil der Einfamilienhausgrundstücke ist untergeordnet“, schreibt die Verwaltung. Von den voraussichtlich insgesamt 109 Einfamilienhausgrundstücken im gesamten Gebiet sind nur elf in städtischer Hand, weitere acht Einfamilienhausgrundstücke gehen in das Eigentum der Günther’schen Stiftung für Jugendhilfe über. Die Grundstücksgrößen bewegen sich von 130 Quadratmetern für das kleinste Reihenmittelhaus bis hin zu einem Bauplatz mit 550 Quadratmeter, auf dem sich ein freistehendes Haus realisieren lässt.

Der überwiegende Anteil der städtischen Flächen steht für den Wohnungsbau zur Verfügung. Diese 20 Wohnungsbaugrundstücke (vom Stadthausgrundstück mit 510 Quadratmetern bis hin zur Wohnanlage mit 6 700 Quadratmetern Grundstücksfläche) sind in erster Linie für Baugruppen, Investoren und Bauträger von Interesse.

Kriterien zur Vergabe der Grundstücke muss der Gemeinderat erst noch festlegen. „Dies gilt sowohl für die Höhe der Grundstückspreise sowie des Erbauzinses bei der Vergabe von Erbbaugrundstücken“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Bei der Vergabe sollten soziale Kriterien, Nutzungskonzepte, Architektur und die Freiflächengestaltung berücksichtigt werden. „Es ist geplant, dass der Gemeinderat sich nach der Sommerpause in einer Klausurtagung mit diesen Themen befassen wird“, kündigt die Stadt an. Auf Betreiben der CDU hatte der Gemeinderat beschlossen, die Hälfte ihrer eigenen Grundstücke nicht zu verkaufen, sondern in Erbpacht zu vergeben.

Nach der Bekanntmachung von gestern erfolgt die Auslegung des Umlegungsplanes in der Zeit vom 6. August bis zum 17. September. Dieser ist allerdings nur für Berechtigte einsehbar, also für Eigentümer und Inhaber von Rechten an betroffenen Grundstücken, wie die Stadt mitteilt. Voraussichtlich am 21. September wird die Neubildung der Grundstücke wirksam. In einem letzten Schritt wird das Grundbuchamt über das Ergebnis der Umlegung informiert und beauftragt, die neuen Grundstücke im Grundbuch zu bilden.

Info: https://www.ladenburg.de/aktuelles/nordstadt/

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