Ladenburg

Ladenburg Initiatorin kritisiert „fehlende Kreativität“

Stadt lehnt privaten Flohmarkt ab

Archivartikel

Am angestammten Termin des Ladenburger Altstadtfestes am übernächsten Wochenende wird es nun doch keine privaten Flohmärkte geben. Die Stadtverwaltung hat eine entsprechende Initiative von Elke Filsinger (wir berichteten) abgelehnt. Dies teilte Bürgermeister Stefan Schmutz auf Anfrage des „MM“ am Freitag mit.

Wie ausführlich berichtet, hatten sich nach dem Aufruf Filsingers im Internet und im amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt bislang 15 Standbetreiber gemeldet, die am zweiten September-Wochenende in Garagen, Einfahrten oder Gärten im gesamten Stadtgebiet, ohne Bewirtung, Trödel verkauft hätten.

„Auf nach Corona verschieben“

„Wir haben die Initiatorin gebeten, auch den bisherigen Interessenten abzusagen und ihre sicherlich gut gemeinte Idee auf die Zeit nach Corona zu verschieben“, erklärt Bürgermeister Schmutz.

Hauptgrund für die Absage sei, dass aufgrund des Termins die gedankliche Verbindung zum Altstadtfest, das aufgrund des hohen zu erwartenden Besucheraufkommens abgesagt wurde, „gefährlich hoch“ sei. „Wir sehen die Gefahr, dass durch den unkoordinierten Aufruf die zulässige Höchstbesucherzahl von 500 Personen überschritten wird“, erklärt Schmutz. Ein solches Risiko sei in der aktuellen Situation nicht vertretbar. Zudem handele es sich aufgrund des öffentlichen Aufrufs nicht mehr um eine private Veranstaltung, sondern um eine „quasi öffentliche Veranstaltung“, die ein Hygienekonzept erfordere.

Organisatorin enttäuscht

Wie berichtet, sah sich die Initiatorin jedoch nicht als Gesamtverantwortliche, sondern lediglich als „Ideengeberin für ein Netzwerk privater Stände“, die jeweils eigenverantwortlich für die Einhaltung von Hygieneregeln zuständig sein sollten.

„Damit ist die Sache für mich erst mal erledigt, aber ich finde die Absage schade, weil meine Idee ein neuer Ansatz gewesen wäre“, sagt Filsinger gegenüber dem „MM“ am Freitag. „Es sind Kreativität und neue Wege gefragt, denn zu glauben, dass man nur ein Jahr pausieren müsste und 2021 wieder Altstadtfest wie gehabt feiern könnte, halte ich für naiv“, so Filsinger. Es sei schwer abzuschätzen, ob ihr Aufruf 500 Besucher angelockt hätte. Sie bezweifele es, zumal sich auch Gäste über das ganze Stadtgebiet verteilt und eben nicht in engen Gassen gedrängt hätten.

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