Ladenburg

Ladenburg Bürgermeister spricht im Technischen Ausschuss Thema an / Regulärer Platz reicht oft nicht aus / Vollzugsbedienstete sollen auf Parksünder achten

Stadt sucht neuen Ausweichplatz für Wohnmobile

2019 wird es keinen Ausweichplatz geben, wenn der Wohnmobilstellplatz belegt ist. Das teilte Bürgermeister Stefan Schmutz dem Technischen Ausschuss mit. Der Platz an der Skateranlage stehe dafür nicht mehr zur Verfügung. „Wir wollen nach Alternativen suchen“, fuhr Schmutz fort. Mit einem neuen Ausweichplatz rechnet er für 2019 kaum.

Wie der Bürgermeister bei den Etatberatungen im Januar erklärt hatte, ist der bisherige Ausweichplatz zu klein. Zudem gebe es Ärger, weil sich die Wohnmobilisten durch den Lärm der Skater gestört fühlen. Wegen der geplanten Pumptrackanlage befürchtet Schmutz zudem weitere Konflikte mit den Urlaubern. Für einen neuen Ausweichstellplatz hat die Stadt 100 000 Euro in ihrem Etat.

Seine Befürchtung nach dem Wegfall des Platzes: „Dann wird sich irgendwo hingestellt.“ Um dies zumindest an einigen Stellen zu verhindern, hat die Stadtverwaltung im Bereich Tennisplätze und an dem bisherigen Ausweichplatz Höhenbeschränkungen eingeführt. Und bald soll das Parken in Ladenburg wieder überwacht werden: Der Bürgermeister teilte mit, dass momentan Gespräche laufen, um zwei Gemeindevollzugsbedienstete einzustellen. Die sollen sich dann auch darum kümmern, dass Wohnmobilisten die Spielregeln einhalten.

„Die Wohnmobile sind in Ladenburg auch künftig willkommen“, gab sich Schmutz Mühe, einen falschen Eindruck zu vermeiden. Der Bürgermeister bezeichnete die Wohnmobilisten als Wirtschaftsförderung für Einzelhandel und Gastronomie.

Der Standort an der Heidelberger Straße ist übrigens bereits der dritte in Ladenburg. Zunächst hatte die Stadt eine Fläche am Ankerplatz ausgewiesen, dann – ab 2005 – eine neue am Freibad. Doch der erwies sich bald als zu klein. Eine sehr knappe Entscheidung des Technischen Ausschusses machte dann den Weg frei für den neuen Stellplatz, auf dem 34 Wohnmobile Platz finden.

Einweihung war im Mai 2012, und bald danach kam prominenter Besuch: der Popkünstler Angelo Kelly mit Frau und vier Kindern. Er zeigt sich begeistert von dem Platz. Doch es gibt auch Kritiker. Von einer „Wagenburg“ ist die Rede, von einer Verschandelung des Stadteingangs und von zusätzlichem Verkehr durch Neubotzheim.