Ladenburg

Ladenburg Ausrüstung soll Kontrollgänge sparen

Stadt testet neue Technologie

Beim Zukunftsthema intelligente Funktechnologie in der Verwaltung ging es im Technischen Ausschuss (TA) der Stadt Ladenburg ausnahmsweise nicht um Bauanträge und Stadtplanung. Vielmehr informierte Maximilian Bauer von der Fachstelle Digitalisierung die Mitglieder des Gremiums über diesen Aspekt aus dem so genannten Internet der Dinge, das sich dazu eignet, Feuerwehrzufahrten ebenso wie Gebäude mitsamt Fenster und Türen zu überwachen oder einzelne Straßenlaternen zu steuern.

Das bedeutet: die intelligente Funktechnologie namens LoraWan, was für Long Range Wide Area Network steht, ermöglicht auf kilometerlangen Strecken die drahtlose und wegesparende Kommunikation kleiner Datenpakete zwischen Sensoren oder Zählern.

Daten wie zum Beispiel Messwerte eines Bewegungsmelders oder Temperaturfühlers werden nicht lokal gespeichert, sondern sind über eine Cloud (Datenwolke) vernetzt, die von überall erreichbar ist. „Diese Technologie steckt hinter smarten Kühlschränken. Damit lassen sich aber auch Arbeitsabläufe effizienter machen und Risiken wie Einbrüche in städtische Gebäude minimieren“, sagt Bauer.

Zugriff über das Smartphone

„Die Daten dienen dazu, über jedes mobile Endgerät wie Smartphones mit Zugriffserlaubnis jederzeit Schaubilder und Diagramme zu erhalten oder Benachrichtigungen zu bekommen, zum Beispiel, wenn Werte über- oder unterschritten, Fenster in einem Gebäude noch geöffnet oder Parkplätze belegt sind“, verdeutlicht Bauer.

In nächster Zeit wolle man mit einer Musteranlage Erfahrungen sammeln mit der Überwachung von Feuerwehrzufahrten, Parkraum, Straßenlaternen und Gebäuden. Die Stadt habe mehrere Anbieter kontaktiert. Da die Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen stecke und Preise hoch seien, erscheine das über zwei Jahre laufende Leasingangebot des Energieversorgers EnBW für 20 000 Euro attraktiv, um Anwendungen und Sensoren ab 2021 zu testen.

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