Ladenburg

Ladenburg Fahrradkorso zur Feier von fast 58 000 Kilometern

„Stadtradeln“ begeistert Einwohner

Archivartikel

Mit lautem Klingeln gehen drei Wochen Kilometersammeln zu Ende. Insgesamt 57 858 Kilometer kamen in Ladenburg bei der Aktion „Stadtradeln“ zusammen. Zum Abschluss am vergangenen Freitag rief die Stadt zum gemeinsamen Fahrradkorso auf. Allen voran Anna Struve, Umweltberaterin in Ladenburg und Bürgermeister Stefan Schmutz. „Wie einfach es doch ist etwas für den Klimaschutz zu tun“, so Schmutz auf die Frage nach der Intention dieses Jahr erstmals bei der Aktion mitzumachen.

Bei dem Wettbewerb werden innerhalb eines angemeldeten Zeitraums von drei Wochen so viele Kilometer auf zwei Rädern zurückgelegt wie möglich. Die Anmeldung ist in Teams oder als einzelne Person möglich. 326 Teilnehmer in insgesamt 20 Gruppen konnte die Stadt begeistern. Mit über 150 aktiven Teilnehmern radelte das Carl-Benz-Gymnasium (CBG) zwischen dem 9. und 29. Juni fast 20 000 Kilometer. Der Blick solle wieder mehr auf die Radwege gelenkt werden, sagt Daniela Edler, Lehrerin und Teamleiterin des CBG. Viele wären zu vernachlässigt. Auch in der Schule seien durch den Wettbewerb Themen wie nachhaltige Entwicklung ins Gespräch gekommen. Die Schülervertretung (SMV) der Schule wurde ebenfalls mit eingebunden. „Die SMV hat einen großen Einzugsbereich und wir haben Werbung gemacht“, so Fabian Steigerwald, Schüler und Mitglied der Vertretung. Man habe die Aktion weniger als Umweltschutzprojekt, sondern eher als Schulaktion verkauft.

Das Ziel sei es die Stadt fahrradfreundlicher zu machen, so Struve, die das Stadtradeln nach Ladenburg holte. Man habe bereits mehrere Abstellpunkte für Räder geschaffen und hoffe, dass die geplante Fahrradschnellstrecke zwischen Mannheim und Heidelberg durch Ladenburg führe. Auch der Bürgermeister teilt diese Ansicht. „Ich habe zwei Ziele. Einmal den Klimaschutz zu fördern, andererseits das persönliche Anliegen Ladenburg als Radstadt zu entwickeln“, so Schmutz. Er versuche auch sonst alle Termine innerorts auf dem Drahtesel wahrzunehmen.

Die vielen Einwohner, die sich zum Korso eingefunden haben zeigten sich begeistert von der Idee. Dennis Wermuth habe fast die 500 Kilometermarke erreicht. „Ich bin jeden Wochentag nach Ludwigshafen geradelt“, so Wermuth. Er versuche zwar auch sonst bei gutem Wetter auf das Auto für den Weg zur Arbeit zu verzichten, doch für die Stadt habe er sich ins Zeug gelegt.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. In der Tabelle der 23 Kommunen aus dem Rhein-Neckar-Kreis seien sie lange an der Spitze gewesen, so Struve. Zum Schluss wurden sie knapp von der Stadt Weinheim überholt. sza