Ladenburg

Ladenburg Aktionsnachmittag im Saal des Günther’schen Kindergartens / Kinder nehmen „Goldene Regel“ mit

Sternsinger brauchen noch Verstärkung

Archivartikel

„Es macht Spaß, Geld für arme Kinder zu sammeln.“ So beschreibt Emily ihre Motivation. Die bald 15-jährige Merian-Realschülerin gehört schon seit neun Jahren zu den Sternsingern in Ladenburg. Von 2. bis 5. Januar ist sie erstmals auch als Begleiterin einer der Gruppen dabei, die singend alle Haushalte besuchen. Ihre gleichaltrige Freundin hat Emily schon angesteckt: „Sie hat mich gefragt, und ich habe Lust mitzumachen“, erklärt Emma, während auch sie beim Proben- und Spielenachmittag zur Einstimmung auf die Aktion Getränke ausschenkt.

„Es sind um die 50 Kinder da“, teilt die elfjährige Sternsingerin Muriel im Saal des Günther’schen Kindergartens mit. Die jüngere Schwester von Emily sitzt bei der Anmeldung neben ihrem Vater Christian Schadwinkel. Auch er engagiert sich schon länger für das Dreikönigssingen und hat jetzt die Leitung des örtlichen Organisationsteams vom langjährigen Koordinatoren Wolfgang Ibach übernommen. „Versorgt Euch noch mal und setzt Euch hin“, signalisiert Silvia Streun den Kindern, dass es gleich mit dem Programm losgeht. Die Gemeindereferentin der katholischen Seelsorgeeinheit unterstützt das Team der Ehrenamtlichen. Neu dabei ist Claudia Ziegelmeier: „Weil ich es gut finde, was die Sternsinger machen“, erklärt die Ladenburgerin. Deshalb unterstützt sie Karin Bentzinger, Christine Bode, Ursula Knopf, Michael Kühnhold, Ibach und Schadwinkel. „Die Anmeldung ist noch verhalten“, erklärt Schadwinkel. Er hat Handzettel dabei. Doch eigentlich hofft er stark, dass sich bis Ende November noch gut und gerne 100 weitere Teilnehmer auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit (www.kath-hela.de) online anmelden.

„Wir sind eine der wenigen Gemeinden in der Umgebung, wo die Kinder noch in alle Haushalte gehen: Darauf sind wir stolz, und das soll auch so bleiben“, erklärt Schadwinkel. Am Donnerstag, 2. Januar, werden die Sternsinger um 14.30 Uhr in der St. Gallus-Kirche feierlich ausgesendet, am Dreikönigsmorgen kehren sie dorthin zurück. Anfang 2019 waren erneut mehr als 20 000 Euro für weltweiten Kinderhilfeprojekte zusammengekommen.

Beispielland ist diesmal Libanon. In einem kindgerechten Film zum Auftakt des Nachmittags schildert Reporter Willi Eindrücke aus dem früheren Bürgerkriegsland, das an Israel und Syrien grenzt. In einer Flüchtlingslagerschule erfährt Willi das Geheimnis einer friedlicheren Welt: „Liebe und Verständnis sind der Schlüssel“, verrät eine Lehrerin, die ihren Mitmenschen durch Höflichkeit und Lächeln Anerkennung zeigt. Willis Goldene Regel: „Behandle alle immer so, wie Du selbst gerne behandelt werden willst.“ pj

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