Ladenburg

Ladenburg Landrat sendet zu Kreisstraße „positives Signal“

Tempo 50 bleibt Knackpunkt

Archivartikel

Es kommt allmählich Bewegung in das Thema Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in der Weinheimer Straße: Nachdem Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz in dieser Sache Landrat Stefan Dallinger persönlich angeschrieben hatte, teilte dieser in der darauffolgenden Kreistagssitzung mit, dass Radspur und weitere Querungshilfe über die Kreisstraße „in die Planung kommen“ sollen. Diese Neuigkeit gab Kreis- und Stadtrat Günter Bläß (CDU) erst nach der jüngsten öffentlichen Zusammenkunft des Gemeinderats der Stadt Ladenburg am Mittwoch der Presse bekannt.

Schon 400 Unterschriften

Zu reden sei allerdings noch über die in Ladenburg ebenso gewünschte Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer, so Bläß. „Obwohl die entscheidende Frage der Geschwindigkeitsabsenkung weiterhin offen bleibt, die im Übrigen ebenfalls relevant ist für die noch erforderliche bauliche Anpassung der bereits vorhandenen ersten Querung der Kreisstraße“, sieht Schmutz auf „MM“-Anfrage „ein positives Signal, das die Hoffnung nährt, hier nach langem Hin und Her zu einer guten Lösung kommen zu können“. Dass Bläß und seine Kreisratskollegin Ursula Schmollinger (Grüne) die Angelegenheit im Gremium zum Thema gemacht hätten, ist nach Auskunft von Schmutz ebenso hilfreich gewesen wie die Unterschriftenaktion für Tempo 50, und zwar auch auf dem außerörtlichen Teilstück der Weinheimer Straße zwischen neuem Verkehrskreisel und Landesstraße 536.

Wie berichtet, wollen Anwohner aus den Weihergärten und Unterstützer der Initiative von Hans-Michael Höhle bei der Verkehrsbehörde im Landratsamt mehr Sicherheit für Radfahrer und Spaziergänger sowie mehr Umweltschutz erreichen. Inzwischen stehen bereits mehr als 400 Namen auf der Liste, wie Höhle am Sonntag mitteilte. Eine Zahl von 500 gab er kürzlich gegenüber dem „MM“ als Ziel aus.

Für den jüngsten Vor-Ort-Termin mit der übergeordneten Behörde hatte Höhle Bürgermeister Schmutz, der die Forderung der Bürger unterstützt, bereits mit knapp 300 Unterschriften „ausgerüstet“.

Landrat eingeschaltet

Davon zeigten sich die verantwortlichen Mitarbeiter der Kreisverwaltung kaum beeindruckt: „Sie standen dem Ganzen weiterhin ablehnend gegenüber“, gab Schmutz das Ergebnis der sogenannten Verkehrstagesfahrt wieder. Damit habe er sich nicht abfinden wollen und deshalb Dallinger um „eigene Prüfung gebeten“. Dieser habe ihm zugesichert, sich des Themas im Kreistag noch einmal anzunehmen. Offenbar mit einem ersten Teilerfolg, wie sich nun zeigte.

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