Ladenburg

"Tier-Rate-Pfad“ in Ladenburg eröffnet

Auch in seiner zweiten Auflage lädt der Heimatbund Ladenburg mit seinem „Tier-Rate-Pfad“ zu einem etwas kniffeligen Rätselraten ein. Jetzt begaben sich acht Schüler der Klassen 3 und 4 der Erich-Kästner-Schule mit ihren Lehrerinnen Alexandra Klapp und Anne Plass-Niemi auf den neuen „Rundweg“. Danach berichteten sie der 2. Heimatbund-Vorsitzenden Evelyn Bausch und dem Kettensägenschnitzer Jochen Liebrich von ihrem großen Spaß auf dem „Tier-Rate-Pfad“.

Wie im Vorjahr ist der „Tier-Rate-Pfad“ mit einem Gewinnspiel verbunden, bei dem Kinder bis zum Ende des Jahres mitmachen können. Für die Teilnehmer gilt es erstmal die Tiere zu finden und dann zu erraten, welches Tier der Schnitzer Jochen Liebrich mit seiner Kettensäge angefertigt hat. Schülerin Angelina: „Die Tiere waren teils nicht einfach zu finden, da sie im Gebüsch versteckt sind - man läuft schnell daran vorbei“, sagt sie und ergänzt: „Bei einem Tier haben wir uns beim Erkennen etwas schwer getan und ein anderes Tier haben wir nicht gefunden, den Lösungssatz haben wir dennoch.“ Zu den zu suchenden geschnitzten Holztieren zählt auch ein Biber.

Knapp drei Stunden (mit Pausen) waren die acht- bis zehnjährigen Schüler mit ihren Lehrerinnen auf dem „Tier-Rate-Pfad“ unterwegs. Der Ausflug hatte den Schülern so gut gefallen, dass sie darüber in ihrem Ausflugsheft berichteten. Künstler Liebrich hat aus Baum-stümpfen bis jetzt für den „Tier-Rate-Pfad“ insgesamt acht Tierfiguren mit seiner Kettensäge geschnitzt. Dieser wird jedes Jahr „neu angelegt“, da ein Teil der Figuren aus Baumstümpfen durch Witterungseinflüsse „verrotten“. In seiner Neuauflage ist der Pfad etwas länger als im Vorjahr und zu den bestehenden Holztieren sind auch neue Tiere hinzugekommen.

Die moderne Technologie der Motorsäge kombiniert der Holzkünstler Jochen Liebrich bei seinen Werken mit der alten Tradition der Holzschnitzerei. Ein Höhepunkt für die Schüler, Kettensägenschnitzer Liebrich stellte sich ihnen persönlich vor. Er hatte eine kleine Kettensäge dabei, die er den Kindern zeigte und auf die Wichtigkeit der Schutzkleidung beim Arbeiten hinwies.

2015 entstand die Idee

Auf die Idee, aus Baumstümpfen Tiere zu schnitzen, kam der Künstler im Jahr 2015 beim Laufen auf seiner Joggingstrecke. Jochen Liebrich: „Ich habe eine Kettensäge, um Kaminholz zu machen. Von März bis Oktober ist jedoch Schonzeit und man darf nicht sägen. Für die Kettensäge ist es jedoch nicht gut, sie versulzt, wenn sie monatelang nicht genutzt wird, und so entstand die Idee, aus den Baumstümpfen etwas zu fertigen.“

In Gesprächen mit dem Heimatbund wurde dann die Idee geboren, einen Rundgang für Kinder - den „Tier-Rate-Pfad“ - ins Leben zu rufen. Die große und positive Resonanz sowie die Begeisterung der Kinder bei der ersten Auflage veranlasste den Heimatbund erneut das Angebot für Kinder umzusetzen. Lehrerinnen Alexandra Knapp und Anne Plass-Niemi waren sich einig: „Es war wunderbar, dass wir einen Anlass für einen Ausflugstag hatten, denn diese sind wegen Corona viel zu kurz gekommen und die Tierfiguren sind toll.“

Evelyn Bausch: „Der Fokus der Angebote vom Heimatbund liegt mehr auf der Förderung der Forschung zur Heimatgeschichte, dem Vermitteln heimatgeschichtlichen Wissens und auf den historischen Gebäuden der Stadt. Mit dem ,Tier-Rate-Pfad’ richten wir eines unserer Angebote an die Jüngeren. Wir wollen den Kindern die Natur in und um Ladenburg näher bringen. Die Kinder sollen Spaß haben, die Tiere zu erkennen und sich dabei zu bewegen.“ Die Holzschnitzereien sind im „Grünen Ring“ der Stadt zu finden und ganz sicher eine sehr interessante Ferienaktivität.

www.heimatbund-ladenburg.de

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