Ladenburg

Ladenburg Familienfest auf dem ICL-Werksgelände begeistert rund 450 Mitarbeiter und Angehörige / Verbundenheit mit Standort betont

„Tiger“ Fridolin lässt Mama kaum zur Ruhe kommen

Archivartikel

Natürlich hat es einen tieferen Grund, wenn beim Familienfest von ICL Ladenburg ein Segelflugzeug zu bestaunen ist. Und wie kaum ein zweiter steht auch Fluglehrer Gerhard Malzacher für dahinter stehende Kapitel der Firmengeschichte. Als Rentner ist er noch immer Mitglied einer der ältesten Betriebssportgemeinschaften (BSG) Deutschlands: 1929 in Ludwigshafen gegründet, kam 1956 die bis heute bundesweit bekannte Segelfluggruppe Giulini dazu. Malzacher begann seine berufliche Karriere bei der Aluminiumhütte Giulini, der späteren Alcan.

„Als die Düngersparte ausgelagert wurde, war ich vom ersten Tag an bei ICL-Fertilizer tätig“, berichtet Malzacher stolz. Der frühere Geschäftsführer kann sich jetzt ganz seiner Leidenschaft widmen - und Erfahrungen weitergeben: Einer seiner Schüler ist Tim Streithoff. Der 21-Jährige steht am Kunststoffsegler „DG 300“, der sonst auf dem Flugplatz Dannstadt steht. Mit dem vierjährigen Fridolin hat ein Mitarbeitersohn am Steuer Platz genommen. Zum „Tiger“ geschminkt, nimmt er sich Zeit, damit seine Mutter Streithoff lauschen kann. Dann zieht es Fridolin an die nächste spannende Station auf dem großen ICL-„Marktplatz“.

Werkfeuerwehr zeigt Flagge

„Das Familienfest ist eine tolle Sache, und die Stimmung ist schön“, findet Fridolins Mutter. „Das ist super, dass man außerhalb der Arbeit mit den Leuten zusammen sein kann und dabei die Partner und Familien der Kollegen kennenlernt“, freut sich ICL-Mitarbeiter Frank Barchet, zugleich Vizekommandant der Werkfeuerwehr „Chemische Betriebe“, die aktiv Flagge zeigt. „Dieses Fest ist ein Dankeschön an unsere rund 450 Mitarbeiter“, sagt Pressesprecherin Manuela Schröder. Im Festzelt ist ein Büffet aufgebaut, eine Musikband tritt auf. Hüpfburg, Torwand und Eiswagen erfreuen ebenso wie Sportangebote der BSG. Über Arbeitssicherheit und Umweltschutz informieren Mitarbeiter. Besucher können Produktbeispiele probieren. ICL Ladenburg entwickelt und produziert Phosphate. Weltweit vertreibt Deutschlands größter ICL-Standort Produkte aus den Kernbereichen Landwirtschaft, Lebensmittel und technische Werkstoffe.

Die Firmenhistorie am Standort Ladenburg beginnt 1967 mit der Firma Benckiser-Knapsack (BK). 1997 fusionieren Giulini Chemie und BK Ladenburg zur BK Giulini GmbH, die zur ICL-Gruppe gehört. Seit 2013 tritt das Werk unter dem Konzernnamen als ICL Ladenburg auf. Dass man sich auf Dauer mit dem Standort verbunden fühle, belegten nach Auskunft von Schröder kontinuierliche Investitionen in Ausbau und Modernisierung ebenso wie unter anderem das Sponsoring des Fitness-Triathlons und die intensive Kooperation mit dem örtlichen AWO-Kinderheim „Mirabelle“. Dessen Schützlinge sangen als Festgäste sogar ein Ständchen.

Hohes Maß an Sicherheit

Neben diesem sozialen Engagement hob Bürgermeister Stefan Schmutz in seiner Ansprache auch den „sehr guten Austausch und Umgang miteinander“ hervor. Dies bekräftigte ICL-Geschäftsführer Dr. Reiner Exner. „Unsere Bemühungen rund um das Thema Arbeitssicherheit sowie um Qualität, Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit Ressourcen und Mitarbeitern sind Aufgaben, an denen wir permanent arbeiten“, so Exner. Ebenso bedeutend sei ein „hohes Maß an Sicherheitsbewusstsein“.