Ladenburg

Ladenburg Förderverein der Merian-Realschule erhöht Beitrag

„Über 250 Mitglieder kommen wir nicht hinaus“

Archivartikel

Die Leitung der Ladenburger Merian-Realschule (MRS) ist komplett vertreten, drei Lehrer und Elternvertreterin Ramona Betzold sind auch gekommen. Wolfgang Ibach strahlt. Denn der Chef des Fördervereins kann sich auf die „unkomplizierte Zusammenarbeit“ mit den pädagogischen „Profis“ verlassen. Doch auch sein ehrenamtliches Team habe engagiert zum Wohle der Schülerschaft beigetragen. „Ich könnte den Verein nicht so gut führen, wenn ich Euch nicht hätte“, erklärte der seit fünf Jahren amtierende Ibach bei der Hauptversammlung im Schulhaus.

Bereits vor neun Jahren hatte Ulrike Grimm das Amt der Schriftführerin übernommen. Mit Blumen als Dankeschön verabschiedete sie Ibach jetzt aus dem Vorstand. „Ich bedauere das sehr, aber ich verstehe es natürlich“, sagte er. „Mein Kind verlässt bald die Schule“, erklärte Grimm, die jedoch als Helferin gerne weiterhin zur Verfügung stehen will. Zu ihrer Nachfolgerin ernannten die Mitglieder Alexandra Schadwinkel. Deren bisherigen Platz als Beisitzerin übernahm Kirsten Klempert. Außerdem ließ sich zusätzlich Fred Feurer neu in das Gremium aufnehmen, dem Wolfgang Hanisch bereits angehört. Da im kommenden Jahr fünf Posten zur Wahl stehen werden, sei ein zusätzlicher Beisitzer eventuell hilfreich, sagte Ibach.

Förderung für Klassenfahrten

„Ohne Förderverein und engagierte Menschen wie Sie alle wäre die Schule aufgeschmissen“, stellte Rektorin Edeltrud Ditter-Stolz fest. Was die Aktiven wieder alles ermöglichten, verdeutlichte neben dem Rückblick von Ibach auf das vergangene Jahr auch der Kassenbericht von Elke Schäfer. So erhielten 15 Kinder (2017: acht) finanzielle Förderung für Klassenfahrten. Auch in Exkursionen, Theateraufführungen im Hause, Business-Englisch, Vorlese-Wettbewerb, „Zirkus Meriano“ und Hausaufgabenhefte investierten die Förderer erneut.

„Die Kassenarbeit war diesmal besonders aufwändig und trotzdem sehr gut gemacht“, würdigte Ines Garbaczok als Rechnungsprüferin neben Sabine Bühn die Tätigkeit von Schäfer. Löbliche Großprojekte wie die Kletter-AG „Info-Climb“ und der erfolgreiche Unicef-Lauf hätten es schwieriger gemacht als sonst. Auch die Bläserklassen wurden über das Fördervereinskonto abgerechnet. Trotz all dieses Einsatzes, auch der Achtklässler samt Eltern beim Aktionstag „Lebendiger Neckar“ 2018, reichen Einnahmen, Spenden und Beiträge von aktuell 236 Mitgliedern bei knapp 480 Schülern nicht aus, um weiterhin alles abzudecken.

Deshalb wurde jetzt der Mindestbeitrag einstimmig von bislang zwölf auf jährlich 15 Euro angehoben. „Sonst könnten wir bald nicht mehr so fördern wie bisher, da wir über 240 bis 250 Mitglieder einfach nicht hinauskommen“, erklärte Ibach. Es dringe leider nicht zu allen durch, dass jedes Kind vom Förderverein profitiere, obwohl man bei Elternabenden dafür werbe. Um zusätzliche Einnahmen zu erzeugen, will Verbindungslehrer Fabian Müller mit Schülern in Mannheim Straßenmusik machen. pj