Ladenburg

Ladenburg Neu ausgebildete Schüler-Medienmentoren am Carl-Benz-Gymnasium erhalten Zertifikate

Umgang mit digitalen Medien vertieft

Insgesamt 20 Siebt- und Achtklässler des Carl-Benz-Gymnasiums (CBG) in Ladenburg wissen jetzt besser Bescheid über einen sicheren Umgang mit Smartphone und Internet. Der Heidelberger Medienpädagoge Tobias Gäckle-Brauchler, selbstständiger Referent des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, hat die Schüler Ende vergangenen Jahres ausgebildet. Am Dienstag nahmen die Jugendlichen ihre Zertifikate entgegen. Sie können ihr „Expertenwissen“ nun als mögliche schulische Medienscouts jüngeren Mitschülern zur Verfügung stellen.

Außerdem schmücke diese in 20 Zeitstunden parallel zum Unterricht erlangte Zusatzqualifikation auch den Lebenslauf und sei bei Bewerbungen hilfreich, wie CBG-Lehrerin Karen Stephan betonte. Zusammen mit ihrem Kollegen Christoph Lorenz zeichnet Stephan seitens der Schule verantwortlich für dieses zeitgemäße Projekt. „Es dient auch dazu, Nachwuchs für die heutzutage so wichtige Medienscouts-AG am CBG zu gewinnen“, führte Stephan aus. Acht bis zehn der Jugendlichen habe man schon dafür gewinnen können. Sie sollen unter anderem am jährlichen Aktionstag „Safer Internet Day“ eine aktive Rolle spielen.

Stephan lobte auch das Präventionstheaterstück „Total vernetzt – und alles klar?!“: Ein auf Medienkompetenz spezialisiertes Ensemble hatte im März sämtlichen fünften Klassen Risiken im Umgang mit Smartphones und Internet aufgezeigt. Daneben stand Fachmann Jost vom Polizeirevier Ladenburg als Schulansprechpartner für Medien- und Gewaltprävention Rede und Antwort.

„Das kam super an“, sagte Stephan. Doch nun hatten 14 der jüngsten Medienmentoren das Wort. In maximal einminütigen Vorträgen gaben sie gruppenweise oder alleine jeweils Wesentliches zu vielschichtigen Themen wie soziale Netzwerke und Co. sowie juristische Hintergründe wieder. Die Arbeit teilten sich: Jacob, Luca (Videoportale YouTube und Twitch), Jonas (Twitter), Dana, Emilja, Johanna (Instagram, WhatsApp und Snapchat), Leo, Jakob (Urheberrecht im Internet), Nils, Jurek, Marius (Datenschutz), Konstantinos (Hardware in Smartphones), Manahil und Kira (Jugendschutzgesetz). Medienpädagoge Gäckle-Brauchler, der 2017 an 18 Schulen war, zeigte sich zufrieden: Es sei immer wieder interessant zu sehen, wieviel von dem erarbeitetem Wissen hängenbleibe. „Das finde ich cool. Macht was draus!“