Ladenburg

Ladenburg Sportlerehrung im Domhof / Neue Halle ist Thema / Ergebnis der Standortsuche am 10. April im Gemeinderat

Vereine und Schulen sollen bei Ausstattung mitreden

Archivartikel

Sportlerehrung der Stadt Ladenburg: Diesmal hat der Athletik-Sport-Verein (ASV) die meisten Erfolge eingeheimst: Allein die Ringer brachten es auf rund 50 Nennungen unter den insgesamt 89 Einzelsportlern und 13 Teams, was 187 Ehrungen ergab. Dazu kamen Gewichtheber und Rasenkraftsportler des 1901 gegründeten Mehrspartenvereins. Dass die Verantwortlichen die Tradition mit der Gegenwart zu vereinen wissen, zeigt sich auch daran, dass der ASV ein Stützpunkt des badischen Sportbunds für die Integration von jungen Sportlern mit Migrationshintergrund ist.

Was die vielen Auszeichnungen im Domhofsaal jedoch fast überlagerte, war die elektrisierende Nachricht von Bürgermeister Stefan Schmutz, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für den Standort der geplanten neuen Sporthalle im Römerstadion inzwischen vorliegen. Von dieser Entscheidung hängt ab, ob die Drachenbootshalle weiter Bestand haben wird. Es ist bei den Betroffenen aber noch Geduld gefragt: Schmutz kündigte an, die Ergebnisse nun zunächst den Stadträten zukommen zu lassen. „In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 10. April, wollen wir die Vorlage beraten und beschließen“, sagte Schmutz.

Zurück zur eigentlichen Agenda des Abends: Für Schmutz zähle es „mit zu einem der schönsten Terminen, Sportlerinnen und Sportler auszuzeichnen, die Herausragendes geleistet haben“, führte Schmutz eingangs aus. Schmutz würdigte die eindrucksvolle Liste mit Aktiven in mehr als 20 Disziplinen und aus 13 Vereinen, darunter zehn aus Ladenburg. Diese Sportler seien ebenso „Vorbilder wie wichtige Botschafter“ der Stadt. Schmutz griff aber auch einführende Worte von Fritz Lackner auf.

Rockband sorgt für Musik

Der kommissarische Chef des Ortsauschusses für Leibesübungen (OAL) als Dachverband der örtlichen Sportvereine hatte nämlich zuvor festgestellt, dass sich die Trainingsmöglichkeiten auf „bekannt schlechtem Niveau normalisiert“ hätten. Doch stehe ja jetzt der Hallenneubau in Aussicht, und es bleibe zu hoffen, dass auch die Pläne zur Sanierung der Lobdengauhalle in absehbarer Zeit realisiert würden.

So lautet der Appell von Lackner an die Entscheidungsträger: „Der Neubau wird für lange Zeit die letzte Großinvestition für den Hallensport in Ladenburg sein und sollte entsprechend ausgestattet werden.“ Und das ist die Botschaft von Schmutz: „Attraktive Sportstätten bereitzustellen ist wichtig, und da haben wir Nachholbedarf.“ Was die Ausstattung betreffe, so wolle er nach der Standortentscheidung im Gemeinderat Schulen und Vereine einbinden. Erneut betonte Schmutz die Bedeutung des OAL als Mittler zwischen Rathaus und Vereinen. „Ich würde mich deshalb freuen, wenn es bald wieder einen Vorsitzenden gibt“, sagte Schmutz. Wie Lackner, der Vizechef bleiben will, am Rande andeutete, habe er bereits einen Kandidaten in Aussicht. Die Rockband der Musikschule trug mit vier Beiträgen zum Programm bei. Zusammen mit Musikschullehrer Hans Schmitt am E-Bass traten Rosalie Schuhmann (Gesang), Jakob Seiler (E-Gitarre), Elisabeth Kirsch (Keyboard) und Malte Glombitza (Schlagzeug) auf. Sie hörten ebenso viel Beifall wie alle Sportler. pj