Ladenburg

Ladenburg Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft / Konzentration auf Erhaltung des Wohnungsbestands

Verzicht auf Nordstadt-Projekte

Archivartikel

Bei der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Ladenburg blickten die Verantwortlichen auf ein positives Geschäftsjahr 2018 zurück. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung im Jubiläumsjahr – die Baugenossenschaft Ladenburg feiert ihr 100-jähriges Bestehen – standen auch Wahlen und Ehrungen. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Vögele begrüßte 42 stimmberechtigte Genossen im Domhof. Vorstandsmitglied Heike Vroomen (Finanzwesen) ließ wissen, dass sich 174 Wohneinheiten in 54 Gebäuden im Bestand der Genossenschaft befinden. Rund 300 Personen wohnen darin. Sie stellte klar, dass die Aussage, die Baugenossenschaft würde nur noch Staffelmietverträge abschließen, falsch ist.

Sanierungen kosten viel Geld

Götz Speyerer berichtete aus dem Bereich Bauwesen. Er informierte u. a. über Gebäudeunterhaltung und elf Wohnungswechsel. Nach Möglichkeit werden die Wohnungen vor dem Neueinzug kernsaniert. Dafür muss viel Geld in die Hand genommen werden. Speyerer betonte, dass in die Wohnungen und nicht in die Außenanlagen investiert wird, denn nur so sei günstiger Wohnraum möglich. Er appellierte an die Mieter, Arbeiten an der Außenanlage selbst zu übernehmen und verwies auf Satzung und Hausordnung.

Heike Vroomen präsentierte mit dem Jahresabschluss 2018 die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Danach blickte Christian Vögele mit seinem Bericht des Aufsichtsrats auf 2018 zurück. Er ging auf das Projekt in der Zehntstraße ein, das sich im Rohbau befindet. Zudem gab er bekannt: Vorstand und Aufsichtsrat haben nach eingehender Prüfung des finanziellen Risikos aufgrund hoher Baukosten und Grundstückspreise davon Abstand genommen, Wohnraum im Baugebiet „Nordstadt“ zu schaffen. Der Fokus wird auf Sanierungsarbeiten im Bestand gelegt.

Abschließend unterbreitete Vögele der Versammlung den Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Verwendung des Bilanzgewinns. Demnach werden 152 988 Euro in die Bauernerneuerungsrücklage eingestellt und der verbleibende Anteil von 2976 Euro (entspricht einem Prozent des Geschäftsguthabens) als Dividende ausgeschüttet. Die Genehmigung des Jahresabschlusses erfolgte mit 35 Ja-Stimmen. Der Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitglieder mehrheitlich zu.

Bürgermeister Stefan Schmutz agierte bei den Wahlen zum Aufsichtsrat als Leiter. Holger Ueberrein und Sebastian Schuhmacher wurden für drei Jahre und Janina Krieck für ein Jahr gewählt. Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Besonders geehrt wurde Christa Schober für 35 Jahre Mitarbeit im Aufsichtsrat und für ihre langjährige Tätigkeit als Schriftführerin. Die Ausgezeichneten erhielten neben Urkunden auch Präsente.

Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft: Marion Block, Sachiko Demura, Max Purschke, Roland Zeise, Karin Kionka, Kai-Vera Brandner, Claudia Hofherr; für 40-jährige Mitgliedschaft: Gerhard Schmid; für 50-jährige Mitgliedschaft: Christa Schober und Reimund Galert; für 60-jährige Mitgliedschaft: Wolfgang Boguslawski. fase