Ladenburg

„Viel Kontakt zu den Menschen“

Charlotte Schäfer, frühere Gemeinde-schwester in Ladenburg

Sie war 1975 die letzte Gemeindeschwester des evangelisch-altkatholischen Krankenpflegevereins (KPV) in Ladenburg: Charlotte Schäfer. Die 93-jährige Mutter des städtischen Schulhausmeisters und Freiwilligen Feuerwehrmanns Karl-Heinz Schäfer arbeitete noch bis 1989 bei der Kirchlichen Sozialstation Unterer Neckar. Heute lebt sie in Schriesheim. Dort haben wir sie am Mittwoch für ein kurzes Interview besucht.

Frau Schäfer, wie geht es Ihnen heute?

Charlotte Schäfer: Ich bin zufrieden. Ich hoffe, dass es mir noch lange so gut geht. Ich habe auch vor, am 23. Juni zum Gottesdienst nach Ladenburg zu kommen. Nie hätte ich gedacht, dass der Pflegeverein so alt werden könnte.

Waren Sie von Haus aus Krankenschwester?

Schäfer: Ich war ausgebildete OP-Schwester in Königsberg und kam über Berlin zunächst nach Mannheim. Wir waren am Anfang in Ladenburg zu zweit, sonst waren nur die katholischen Schwestern noch da. Im Operationssaal war es sehr technisch zugegangen. Als Gemeindeschwester hatte man dagegen Kontakt zu den Patienten, das war sehr angenehm.

An was erinnern sie sich besonders gerne?

Schäfer: Ich war die erste, die die Haube und später das Schwesternkleid ablegte. Ich fand, die Tracht musste nicht sein. Die anderen zogen nach, und heute geht es längst überall ohne.“ pj