Ladenburg

Ladenburg Galerie Maul trotzt der Corona-Krise

Weiterhin geöffnet

Archivartikel

Seit Ausbruch der Pandemie hierzulande haben Freunde der Galerie Maul in Ladenburg keine Einladung mehr zu Ausstellungen erhalten. Es sei aus räumlichen Gründen im Altstadtgebäude unmöglich, wie früher gewohnt, bis zu 60 Vernissage-Gäste unter Corona-Bedingungen zu empfangen, erklärt Inge Maul. Gleichwohl sei ihr Haus geöffnet.

„Viele machen Sondertermine aus, weil sie Angst haben, eventuell mit zu vielen anderen zusammenzutreffen“, berichtet die Inhaberin. Seit dem Tod ihres Mannes, dem 2010 verstorbenen Künstler Emil G. Maul, führt Inge Maul das frühere Atelierhaus alleine weiter. Wie geschmackssicher und kunstsinnig sie es versteht, Werke des 1914 geborenen Malers, Bildhauers und Galeristen mit Exponaten wechselnder Künstler zu kombinieren, zeigt sich derzeit wieder: Im September zu sehende Stelen des Holzbildhauers Thomas Krapf (Aura/Saale) harmonieren ebenso wunderbar mit Bronzen sowie abstrakten Gemälden und gegenständlichen Zeichnungen Mauls aus allen Schaffensperioden wie die an Höhlenmalereifiguren erinnernden „Urzeit“-Skulpturen der lothringischen Keramikerin Marianne Succord. „An diesen entzückenden Antilopen zeigen die Leute großes Interesse“, freut sich Inge Maul. Die erstaunlicherweise mit der Kettensäge gefertigten Stelen Krapfs sprächen die Besucher ebenso „auf der Gefühlsebene“ an.

Mit ihrem Mann teilte Inge Maul die Leidenschaft für Glaskunst, vor allem aus Frankreich, die in der Kirchenstraße als konstante Größe gilt.

Öffnungszeiten täglich außer mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 06203/1 46 24 (privat) oder 06203/30 55 (Galerie). pj

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