Ladenburg

Ladenburg „Wasserfesten“ Bebauungsplan angestrebt

Weststadt: Kita-Planung unter Druck

Um zusätzliche Plätze zur Betreuung von Kindern zu schaffen, „braucht es Platz und Baurecht“, sagte Stadtbaumeister André Rehmsmeier in der jüngsten Sitzung des Ladenburger Gemeinderats. Die erforderlichen Flächen sollen im Stadtteil West entstehen: Dort wird der bestehende St. Johannes-Kindergarten an der Breslauer Straße erweitert und obendrein am benachbarten Sudetenweg zusätzlich eine Kita gebaut. Den Bebauungsplan als rechtlichen Rahmen erstellt das Mannheimer Planungsbüro MVV Regioplan.

„Für die vorgesehene Nutzung ist an diesem Standort auch ein Fachgutachten erforderlich, um den Bebauungsplanentwurf wasserfest zu machen“, erklärte Rehmsmeier eine Besonderheit, die Extrakosten verursacht. Der Grund: In der Nähe befindet sich das Industriegebiet Altwasser. Dort gibt es zwei so genannte Störfallbetriebe, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bei den Planungen zu berücksichtigen sind. Glücklicherweise, so Rehmsmeier, könne man sich die Kosten für das Gutachten mit der Gemeinde Edingen-Neckarhausen teilen, weil sich deren Neubaugebiet Neckarhausen-Nord auch innerhalb des relevanten Bereiches befinde.

Dass „alles so schnell wie möglich vonstattengeht“, wünschte sich Christian Vögele (CDU). „Wir müssen die Betreuungsplätze schnell aus den Containern in feste Bauten bringen“, bekräftigte Max Keller (B´90/Grüne). „Der Druck auf die Einrichtungen ist da: Das merken alle Kindergartenleiterinnen“, wusste Angelika Gelle (SPD) von der ungebremsten Nachfrage. Auch Freie Wähler und FDP hofften, dass die Übergangslösung mit Containern ab März 2020 in der Weststadt keine zwei Jahre lang dauert. Betriebsträger in den mobilen Raumeinheiten ist der Verein Postillion (E-Mail: melanie.oberhofer@postillion.org). pj

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