Ladenburg

Ladenburg Kritik der Grünen an Namensgleichheit

„Wir für Ladenburg“ irritiert

„Mir fehlt da die Strategie“, übte Stadträtin Jenny Zimmermann (Grüne) in der Sitzung des Ladenburger Gemeinderats Kritik und monierte unkoordinierte Onlineauftritte. Sie zeigte sich „verwirrt“ über die Namensgleichheit bei „Wir für Ladenburg“: So heißt zum einen der aktuell in Gründung befindliche Dachverein ehrenamtlicher Arbeitskreise (AKs) wie zum Beispiel für Umwelt, Senioren und Stadtmarketing. Zum anderen ist es der Name für das neue Gutscheinsystem, das die Stadt jetzt zusammen mit dem Büro OpenMinded Werbekonzepte auf den Weg brachte.

Gutscheine und Arbeitskreise

35 Gewerbetreibende aus Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk sind Teil der Aktion, die der Kaufkraftbindung dient. Kunden können Gutscheine zu jeweils zehn Euro erwerben und in den beteiligten Geschäften einlösen. Auf der Plattform www.wir-fuer-ladenburg.de kann man online weitere Informationen abrufen. Es sei ein starkes Signal, dass so viele Unternehmen dabei seien, freute sich Stefan Schmutz noch bei der Vorstellung.

In der Sitzung räumte der Bürgermeister indes die Panne ein: „Das ist etwas unglücklich gelaufen. Deshalb müssen wir für Entwirrung sorgen, um die Leute im Internet da hinzubringen, wo sie auch hinwollen.“ Die Stadt werde jetzt nachsteuern, habe aber auf die Namensgebung keinen Einfluss gehabt: „Das ist ein privates Angebot, das von der Zielsetzung her von uns unterstützt wird.“ Zur weiteren Erläuterung: Die AKs sollen künftig als Abteilungen eines Vereins geführt werden. Dies ist wegen des neuen städtischen Rechnungswesens, der sogenannten Doppik, erforderlich, damit die Stadtverwaltung ehrenamtliche Aktionen weiterhin personell und finanziell unterstützen kann. pj/stk

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