Ladenburg

Ladenburg Kolloquium am 22. und 23. November im Domhof

Wissenschaftler beleuchten den großen Krieg

Mit dem Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 begann ein Krieg, der weite Teile des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation verwüstete. In der Kurpfalz mussten die Menschen Vieles erleiden. Was hier in dieser Zeit und danach geschehen ist, damit befasst sich am 22. und 23. November ein Kolloquium, das vom Kreisarchiv, dem Mannheimer Altertumsverein und dem Heimatbund im Domhof veranstaltet wird. Darin beleuchten namhafte Wissenschaftler aus nah und fern „Die Kurpfalz im Dreißigjährigen Krieg“.

Die Kurpfalz musste die größten Menschenverluste aller Kriegsgebiete hinnehmen. Ernsthafte Schätzungen lassen einen Bevölkerungsrückgang auf 50 Prozent bis in Einzelfällen sogar 70 und 75 Prozent aufzeigen. Erst 1675, mit Hilfe der großen Aufbau- und Wiederbesiedlungsbemühungen von Kurfürst Karl Ludwig, erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 70 000 wieder die Hälfte der Einwohner vor dem Krieg.

Mit den Aspekten des Kriegsgeschehens, aber auch der Darstellung des Krieges in zeitgenössischen Bildern und in der Literatur, mit dem Winterkönig, dem Netzwerk zwischen der Pfalz und Schweden, Hexenprozessen, der religiösen Vielfalt im Land Karl-Ludwigs oder der Entwicklung der Kurpfalz bis zum Pfälzischen Erbfolgekrieg und vielen weiteren Themen befasst sich das zweitägige Kolloquium, zu dem Landrat Stefan Dallinger die Teilnehmer am 22. November begrüßen wird.

Das genaue Programm wird rechtzeitig vorgestellt. Danach können sich Interessierte beim Kreisarchiv in Ladenburg anmelden. red