Ladenburg

Ladenburg Markus Weber unterstützt mit Mundart Menschenrechte / Amnesty International freut sich über große Resonanz

Witzig und wortgewaltig

Eine wirksame Dosis humorvoller Heimatkunde verabreicht Markus Weber den Besuchern seines aktuellen Mundartprogramms „Iwwerleije se mol“. Damit hat der promovierte Weinheimer Apotheker auch im Domhofsaal der Römerstadt eventuell akuten oder gar chronischen Lachmangel stark gelindert. Während seines heiteren Gastspiels bei der Ortsgruppe Schriesheim-Ladenburg von „Amnesty International“ blieb jedenfalls kein Auge trocken.

Wohl keiner hätte es für möglich gehalten, wie witzig Völkerwanderung, linguistische Lautverschiebung oder Grammatik sein können, wenn man sie wie der frühere „Spitzklicker“-Kabarettist klug und wortgewaltig mit der „Pälzer Mudderschbrooch“ in Verbindung zu setzen weiß. „Bitte eintreten für die Menschenrechte“, war doppeldeutig am Saaleingang zu lesen. Dem einen Wortsinn hatten die Besucher schon in großer Zahl Folge geleistet und Eintritt bezahlt. Doch war es den Gastgebern des Abends ein weiteres Anliegen, bei ihrem Eintreten für politisch Verfolgte und willkürlich Inhaftierte möglichst weitergehende Unterstützung zu finden. Wie Bärbel Luppe im Namen der Amnesty-Ortsgruppe ausführte, zeige die Arbeit durchaus Erfolge: Todesurteile würden aufgehoben, Gefangene entlassen. Mit Briefen, Appellen, Pressearbeit, öffentlichkeitswirksamen Aktionen sowie Lobbyarbeit gegenüber Regierungen, Institutionen und Wirtschaftsunternehmen mache Amnesty Druck für eine gerechtere Welt ohne Folter und Unterdrückung.

Auf hohem Niveau

„Wir finanzieren uns allein durch Beiträge, Spenden und Vermächtnisse“, erklärte Bärbel Luppe im Namen der Ortsgruppe. Ihr Versprechen, dass Weber „geistig-humoristische Akrobatik auf hohem Niveau ohne Netz und doppelten Boden“ biete, erfüllte sich voll und ganz. pj