Ladenburg

Ladenburg Publikumspreis des Filmfestivals für Familie Fazili

Zonta-Club ehrt mutige Regisseurin

Archivartikel

„Danke, dass Sie alle gekommen sind“, sagte die jüngste Tochter von Hassan Fazili am Montagabend auf Deutsch. Ein rührender Moment: Die vierköpfige Familie des Filmemachers aus Afghanistan hatte bei der Abschlussfeier des 2. Internationalen Filmfestivals in Ladenburg gerade den begehrten Publikumspreis entgegen genommen. „Stammgast“ Jürgen Sattel war es, der die Gewinner der wichtigsten Auszeichnung verkünden durfte.

Familie Fazilis bewegender Beitrag „Midnight Traveller“ wurde auf der turbulenten Flucht ausschließlich mit Handykameras gefilmt. „Der Film ist uns zu Herzen gegangen“, sagte Michael Ackermann im Namen der Jury, der auch Christina Stihler, Max Damm, Elke Werry, Salim Alafenisch und Festivalchef Hassan Nazeri angehörten. Die Ehrung sei „Erde und Wasser“ für seine Familie, erklärte Fazili dankbar. „Es war mir ein großes Anliegen, meinen Film in meiner Heimat zu zeigen“, freute sich auch die aus Neckarhausen stammende Melanie Gärtner „wahnsinnig“ über ihren zweiten Platz für „Yves’ Versprechen“ (wir berichteten). Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury die Nähe der Filmerin zu ihrem Protagonisten aus Kamerun. Den ebenso mit 500 Euro dotierten Preis des Zonta-Clubs Weinheim übergab Vizepräsidentin Ruth Syren der Schwester der mutigen afghanischen Regisseurin Roya Sadat (A Letter To The President). „Die Ächtung von Gewalt gegen Frauen ist auch unser Thema“, so Syren. Für die musikalische Umrahmung sorgten Barbara Mauch-Heinke (Geige), Max Heinke und Sabine Weil (Klavier). Weitere Siegerfilme: Tote Tiere (David Oesch u. Remo Rickenbacher), Fortschritt im Tal der Ahnungslosen (Florian Kunert). pj

Zum Thema