Ladenburg

Ladenburg Schülerkonzert mit Lehrerin Katrin Armani in der St. Gallus-Kirche

Zu viert an der Orgel

Archivartikel

Als ein „kleines Schülerkonzert“ war der Auftritt der Musikschüler von Katrin Armani angekündigt, aber bei 15 Programmpunkten hätte es durchaus auch „großes Schülerkonzert“ heißen können. Eine Stunde Musik von Barock bis Filmmusik wurde dem Publikum da geboten, von Telemann, Bach über Haydn, Tschaikowsky, Wagner bis hin zu Latin Fire, Melancholy Reflections und Harry Potter: Die Ladenburger Nachwuchstalente im Alter zwischen acht und 16 Jahren hatten sich viel vorgenommen.

„Als Pastorenkind hatte ich viel Zeit, um an der Orgel zu spielen“, berichtet Katrin Armani über ihre ersten, prägenden Musik-Erfahrungen. Das Erlebnis, einmal selbst auf der Königin der Instrumente zu spielen, wollte sie ihren Musikschülern ebenfalls ermöglichen: „Man muss es ihnen auch gönnen, einmal an der Orgel zu spielen.“ Über den Organisten an der St. Gallus-Kirche schaffte sie es, hier im Januar zwei Termine zu bekommen, um das Instrument zu erklären und auch, um mit den Schülern zu spielen und zu üben. Geübt wurde dann am heimischen Klavier, wo auch die Hauptproben stattfanden.

„Zuhause am Klavier sieht es anders aus als hier an der Orgel mit den vielen Tasten“, erklärte Armani den Zuhörern die besondere Schwierigkeit des Konzertes. Und dann gibt da noch viel mehr Pedale und zusätzlich eben noch die Register der Orgel, die parallel zum Spiel auch noch gezogen werden müssen. Bisweilen saßen daher vier Nachwuchs-Musiker an der Orgel, um alle Register, Pedale und Tasten bedienen zu können.

Zarte Stimmen

Sophia Armani, Mara Jochim, Nina Feurer, Giulietta Su Maier, Ronja Zastrow, Johanna Krämer, Cathalina Kulick, Lilith Nießing, Avitall Grässler, Marah Gössler, Milena Wetterauer und Emilia Kulick spielten je nach Alter und Kenntnisstand unterschiedlichste Stücke. Aber auch die Lehrerin selbst war zwei Mal an der Orgel zu hören, als Begleitung des Girl-Talk-Gesanges von Gössler, Krämer und Wetterauer. Mit ihren zarten Stimmen präsentierten sie John Lennons Klassiker „Imagine“ und das gemeinsam von allen Angehörigen und interessierten Besuchern mitgesungene „Hallelujah“ von Leonhard Cohen. dle

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