Ladenburg

Ladenburg Technischer Ausschuss berät über Bauanträge und LED-Flutlicht im Römerstadion / Ab 9. Dezember rollt Nachtbus von Seckenheim

Zündende Idee für Haus in der Feuerleitergasse

Archivartikel

„Wir sind sehr froh, dass sich jemand an dieses komplexe Bauvorhaben heranwagt“, meinte Bürgermeister Stefan Schmutz, als es um Teilabriss und Neubau des Gebäudes Feuerleitergasse 8 ging. Die Zustimmung der Mitglieder des Technischen Ausschusses erfolgte einstimmig. Allerdings werden nicht alle Wünsche des Bauherrn erfüllt, wie Liegenschaftsmanager Götz Speyerer erläuterte: Die Verbretterung der Fassade sei nicht akzeptabel, und die Gaube sowie die Fenster müssten der Altstadtsatzung entsprechen. „Ich bin froh, dass sich das Schicksal des Hauses so gewendet hat“, meinte Stadtbildpfleger Egon Lackner.

Bereits mehrfach im Ausschuss behandelt wurde der Antrag auf Sanierung und Umbau des Hauses Eintrachtgasse 11. Strittig, so Bürgermeister Schmutz, waren Dachflächenfenster, Gaubengrößen und anderes. Diese Probleme sind mittlerweile erledigt. Stadtbildpfleger Lackner: „Wir haben das Glück gehabt, mit vernünftigen Leuten zu reden.“ Alle Ausschuss-Mitglieder stimmten zu.

Nach Aussage von Bürgermeister Schmutz hat die Stadt das Anwesen Mühlgasse 21 „günstig erworben“. Allerdings stehe eine aufwendige Sanierung an. Der Ausschuss vergab Elektro-, Sanitär- sowie Heizungsinstallationsarbeiten mit einem Gesamtvolumen von rund 102 000 Euro. Noch in diesem Jahr soll das Haus bezugsfertig sein. Karl-Martin Hoffmann (CDU) wollte wissen, wie viele Menschen in dem Haus unterkommen könnten. Zwischen 14 und 17, erwiderte Speyerer. Und: „Wir werden am Schluss etwa 200 000 Euro in das Haus investiert haben.“

Die Gemeinde Ilvesheim führt einen Nachtbus zwischen Seckenheim und der Inselgemeinde ein, erklärte Stefan Schmutz. Und die Verwaltung möchte diese Verbindung nach Ladenburg erweitern. Der Wunsch sei von Jugendlichen an ihn herangetragen worden, so der Bürgermeister. Die würden in Mannheim feiern, und dann nachts in Seckenheim stehen. Deshalb sollen erstmals am 9. Dezember zwei Nachtbusse um 3.28 bzw. 4.28 Uhr ab Feudenheim bis zum Ladenburger Ankerplatz fahren und dort um 3.42 bzw. 4.42 Uhr ankommen.

Auch die Haltestellen Kanalbrücke, Ilvesheimer Straße, Bahnhofstraße und Carl-Benz-Platz werden angefahren. Die VRN berechne dafür jährlich 3200 Euro, wovon der Kreis 40 Prozent übernehme, so dass Ladenburg 1920 Euro bezahlen müsse.

Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Allerdings möchte das Gremium, dass eine Statistik über die Nutzerzahlen geführt wird. Hoffmann: „Wenn alle vier Wochen mal zwei Leute im Bus sitzen, ist das Unsinn.“ Darauf Alexander Spangenberg (Grüne): „Das Angebot wird Nachfrage schaffen.“

Nochmals Nahverkehr: Für rund 37 000 Euro plant die MVV Regioplan GmbH den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen Ankerplatz und Carl-Benz-Platz. Eine LED Flutlichtanlage will die Verwaltung für das Römerstadion beschaffen. Kosten: rund 24 500 Euro. Die bestehende Anlage sei mehr als 15 Jahre alt und benötige viel Strom, so Schmutz. In fünf Jahren werde die LED-Anlage wegen des geringen Verbrauchs ihre Kosten eingespielt haben. Steffen Salinger (SPD) schlug vor, zu prüfen, ob Leasing möglich sei. Daraufhin wurde die Entscheidung zurückgestellt, bis das Ergebnis vorliegt. kba