Ladenburg

Ladenburg Mehrheit stimmt für weiteres Fahrzeug

Zweites Auto zum Kehren

Archivartikel

Es ist eine Zwickmühle: Einerseits will der Ladenburger Gemeinderat Geld sparen. Andererseits wissen alle ebenso: „Es ist der Bevölkerung nie genug, was wir machen.“ Diese Aussage traf Stadtbaumeister André Rehmsmeier als Vorgesetzter des städtischen Bauhofs. Denn zu lange herumliegendes Herbstlaub und Müll stören viele. „Mit dem Rechen werden Sie der Sache aber nicht gerecht“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz zur Kritik am Verwaltungsvorschlag, für rund 52 100 Euro ein zweites Mehrzweckfahrzeug anzuschaffen.

„Was kann der Neue, was der Alte nicht kann?“ Dies wollte Hanne Zuber (Grüne) wissen. Dass man Bedarf an einem zweiten Gerät habe, liege am „erhöhten Aufkommen“ von Laub und Schmutz im Römerstadion und in den Pausenhöfen der Schulen, so Rehmsmeier. Er begründete dies mit personellen Argumenten. Der Leiter der Technischen Verwaltung erklärte auch auf Nachfrage aus den Reihen der Freien Wähler (FW), dass sich die Maschine ebenso im Winterdienst einsetzen lasse.

Anbauteile passen

Das Fahrzeug sei kompatibel mit bereits im Einsatz befindlichen Anbauteilen. Dass diese jedoch nur einmal vorhanden seien und somit für entsprechende weitere Teile und doppelte Einsatzleistung weiteres Geld in die Hand zu nehmen sei, räumte Rehmsmeier gegenüber Sven Ruster (FW) ein. Dennoch enthielten sich nach längerer Diskussion lediglich Heiko Freund (FW) und Bernd Garbaczok (SPD) ihrer Stimmen, weil sie einen erhöhten Bedarf jedenfalls derzeit noch nicht sehen. Die Mehrheit befürwortete jedoch die Beschaffung. So sagte Max Keller (Grüne): „Das Argument, dass die Stadt wächst, überzeugt mich.“ 

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